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Leserbrief

Mehr Veloverkehr kann die Mobilität für alle verbessern

«Freie Fahrt für Velo-Vorlage», Ausgabe vom 24. August

Der direkte Gegenentwurf des Bundesrates zur zurückgezogenen Velo-Initiative stellt einen ausgewogenen Kompromiss dar, welcher das Anliegen der Initianten grundsätzlich erfüllt. Die Velowege werden in die Bundesverfassung aufgenommen, ohne dass dabei die bisherigen Kompetenzen der Kantone und Gemeinden ausgehebelt werden.

Der Bund wirkt vor allem koordinativ und sensibilisierend. Diese Rolle des Bundes, wie er sie in den letzten Jahren im Bereich des Fuss- und Wanderwegwesens wahrgenommen hat, hat sich bewährt. Die Integration der Velowege ist heute eine grundsätzliche Überlegung, die bei der Verkehrsplanung mitberücksichtigt werden muss. Alle Szenarien des Bundes zeigen, dass aufgrund des Wachstums von Bevölkerung und Wirtschaft in den nächsten Jahren auch der Verkehr stark zunehmen wird.

Der Veloverkehr kann mithelfen, Engpässe beim motorisierten Individualverkehr und beim öffentlichen Verkehr zu reduzieren und gewährleistet so eine bessere Mobilität für alle. Das ist ein besonders wichtiges Anliegen der Agglomerationen und dient dabei der Gesundheit und dem Umweltschutz. Fast jede zweite Autofahrt und rund 80 Prozent aller Bus- und Tramfahrten sind kürzer als fünf Kilometer – eine Distanz, die sich ideal für das Velo anbietet. Eine Voraussetzung dafür ist aber in erster Linie ein zusammenhängendes und attraktives Netz an ausreichend sicheren Verkehrswegen.

Sicherheit ist für den Langsamverkehr ein wichtiges Thema, und der Bundesbeschluss gibt Impulse zu ihrer Förderung. Zuständig bleiben indessen die Kantone und Gemeinden. Sie bestimmen, was geplant, was gebaut und wie ein Velowegnetz betrieben wird. Der Föderalismus bleibt gewahrt. Heute, dreissig Jahre nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über Fuss- und Wanderwege von 1974, können wir feststellen, wie wirksam im Ergebnis diese Förderung war. Die Schweiz ist zu einem attraktiven Wanderland geworden. Vieles spricht dafür, dass das Velo auch im Tourismusbereich einen zunehmend höheren Stellenwert einnimmt. Vier Millionen Fahrräder gibt es in der Schweiz. Das klassische Velo, das Mountainbike und neu auch das E-Bike haben, wenn wir sie intelligent einsetzen, auch in der Schweiz noch ein grosses Entwicklungspotenzial.

Ludwig Loretz, Landrat FDP, Andermatt

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