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Mehr Zuwendung statt Taser

«Fünf Sekunden Ewigkeit», Ausgabe vom 31. Januar
Ursa Sigrist, Meggen

Dass die Psychiatrie zusehends einen gesellschaftspolitischen Auftrag zu erfüllen habe und die Polizei bei psychisch auffälligen Personen primär für die Sicherheit zuständig sei, war schon tags zuvor in dieser Zeitung zu lesen. Um diese Sicherheit noch besser gewährleisten zu können, hat die Polizei zusätzliche Taser angeschafft. Natürlich brauchen auszubildende Polizisten und Polizistinnen differenzierte Vorgaben, wann diese Geräte zum Einsatz kommen dürfen. Drei Beispiele für deren Einsatz reiht Herr von Däniken nahtlos aneinander: den alkoholisierten, gewalttätigen Mann, den Drogendealer und die nicht zu beruhigende psychisch kranke Person. Damit werden psychisch erkrankte Menschen einmal mehr unreflektiert in den Zusammenhang von Gewalt und Drogen eingereiht, als unberechenbar und unruhestiftend dargestellt. Menschen mit einer psychischen Erkrankung werden erneut stigmatisiert. Die Gewaltbereitschaft von psychisch erkrankten Menschen ist nicht höher als in der Normalbevölkerung. Aufgrund von krankheitsbedingten Ängsten fühlen sich Betroffene jedoch häufig verfolgt. Zuwendung, Zeit und Geduld wären da die besseren Beruhigungsmittel! Nur eben, diese lassen sich nicht so leicht einkaufen.

Ursa Sigrist, Meggen

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