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Mehrverkehr in Rothenburg?

Zur Abstimmung über den Bebauungsplan Rothenburg Station Ost am 26. November
Thomas Renggli, Giebel, Rothenburg

Kurzfristig wird das Rothenburger Stimmvolk an die Urne gerufen. Gerade mal drei Wochen haben wir Zeit, uns mit einem grossen Bebauungsplan im Industriegebiet zu befassen. Gesamthaft 2500 neue Arbeitsplätze werden in Aussicht gestellt, wohl verstanden hochqualifizierte. Ich weiss nicht, ob man sich darüber freuen soll. Man hört immer, dass wir in der Schweiz unter einem grossen Fachkräftemangel leiden. Wo nehmen wir diese Leute her?

Noch mehr Fragen habe ich aber zum Verkehr. Bereits heute leiden wir in unserer Gemeinde, speziell in Rothenburg Station, unter einem ständig wachsenden Verkehrsaufkommen. Dies unnötigerweise durch permanente Events zusätzlich auch noch an Sonn- und Feiertagen. Schon heute ist in Rothenburg Station, wo die Bebauung vorgesehen ist, oft ein sehr mühsames Durchkommen. Ich frage mich, wie die bereits bestehenden Betriebe in diesem Gebiet dazu stehen. Zwischen dem neu zu bebauenden Areal und dem Fachmarktbereich liegen die Autobahnzu- und -abfahrten in Richtung Basel und Luzern. Unweit dieser heute schon sehr frequentierten Industriezone liegt das Gebiet Buzibach mit Kleingewerbe. Wenn für die Leute, die dort arbeiten, die Zufahrt zur Autobahn noch mehr verstopft wird, suchen sie den Ausweg über die Gemeindestrassen. Auch diese sind am Morgen und im Feierabendverkehr bereits voll.

Für den dringend notwendigen Ausbau des Bahnhofes Rothenburg gibt es weder einen verbindlichen Umsetzungs- noch Terminplan. Dabei wird uns versprochen, dass die Bahn den grössten Teil des zusätzlichen Verkehrs aufnehmen wird. Bei der damaligen Eröffnung der Ikea hat man klugerweise die vorgängige Inbetriebnahme des Autobahnanschlusses verlangt. Warum wird für diesen Bebauungsplan nicht der überfällige Ausbau des SBB-Bahnhofes Rothenburg vorausgesetzt? Normalerweise wird vor einer Überbauung in diesem Ausmass zuvor die notwendige Erschlies­sung sichergestellt. Was ist der Preis dieser Entwicklung für uns Bürger?

Haben wir am Schluss mit diesem Leuchtturmprojekt nur viele Infrastrukturkosten, aber keine neuen Steuereinnahmen, die der Rede wert sind? Kommt dazu, dass die Sicherheit des Schulweges schon heute für unsere Kinder eine Zumutung ist. Da ist ein Entscheid wahrhaftig schwierig.

Thomas Renggli, Giebel, Rothenburg

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