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«Mit Ideologie hat das Ganze nichts zu tun»

«Ein falsches Zeichen oder etwas für die Ewiggestrigen», Ausgabe vom 4. Januar
Franz Felder, Neuheim

Unser Neuheimer FDP-Kantonsrat Marcel Peter ärgert sich in einem Leserbrief über Leute, die den von der Regierung ausgehandelten «Flottenrabatt» an kantonale Angestellte (beim Kauf eines neuen Autos) kritisieren. Als der Kantonsrat beim Staatspersonal Lohnkürzungen vornahm, hätten sich diese «Ewiggestrigen» ebenfalls dagegen gewehrt, so Peter. Jetzt, wo die Angestellten ein Geschenk erhielten, das den Staat nichts kostet, seien sie auch wieder dagegen, meint er. Das Ganze sei ideologisch begründet. Auch ich gehöre zu den «Ewiggestrigen», die private Geschenke an Staatsangestellte ablehnen. Mit Ideologie hat das Ganze nichts zu tun, sondern schlicht und einfach mit guter Personalführung. Jeder Staatsangestellte, der eine gute Arbeit leistet, ist seines Lohnes wert. Kürzt man ihm, trotz guter Leistungen, seinen Lohn, ist das ein echter Motivationskiller. Es nützt da wenig, wenn ihm sein Arbeitgeber nachträglich ein «Geschenk» mit der Begründung nachreicht, dieses Geschenk erhalte er nur, weil es ihn nichts gekostet habe. Solche Sachen mögen in Drittweltländern, wo es an Geld und auch sonst an allem fehlt, noch verständlich sein. In einer modernen Staatsführung sind sie ein No-Go. Selbst wenn der Regierungsrat nach seiner Lohnkürzung nicht Autos, sondern nur von Firmen subventionierte Nutella oder Birkenstock-Schuhe dem Staatspersonal zukommen liesse, wäre ich dagegen.

Was mich am Leserbrief von Marcel Peter auch stört, sind seine verächtlichen Worte gegenüber Andersdenkenden, und dies noch in seiner Eigenschaft als Kantonsrat. Die Neuheimer Bevölkerung erwartet von ihren Amtsträgern Respekt gegenüber ihren Mitbürgern, und dies auch gegenüber Andersdenkenden. Bis zur nächsten Wahl kann man so etwas ja noch lernen.

Franz Felder, Neuheim

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