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Mit neuer Postautolinie ist die Ruhe vorbei

«Kanton will Durchfahrtsrecht erzwingen», Ausgabe vom 8. März
Gerhard Mehner, Stansstad

Landrat Josef Odermatt-Infanger und Baudirektor Josef Niederberger, beide CVP, setzen sich für eine durchgehende Postautolinie von Ennetbürgen bis zum Bürgenstock-Resort ein. Dies gegen den Widerstand von Eigentümern, auf deren Land die Durchfahrt notfalls durch Enteignung erzwungen werden soll.

Aufgrund der eigenen Erfahrungen mit dem Verkehr am Bürgenstock lassen sich Nutzen und Notwendigkeit einer zusätzlichen Postautolinie nicht nachvollziehen. Ich wohne seit über 40 Jahren in Stansstad und bin häufig am Bürgenstock unterwegs, meistens mit dem Mountainbike, zuletzt auch einige Male mit dem Postauto von Stansstad aus sowie selten mit dem Auto zum Parkplatz Honegg.

Berücksichtigt man die heutige schlechte Ausnutzung des Postautos ab Stansstad, so ist ein wirtschaftlicher Betrieb nicht gegeben. Ab Ennetbürgen werden es noch weniger Per­sonentransporte sein. Woher sollen zusätzliche Besucher kommen? Mit dem Zug via Stans? Ennetbürgen ist weder mit dem Zug noch mit dem Schiff direkt eingebunden. Ich sehe tagsüber und auch vor allem abends immer nur wenige Postauto-Passagiere ab Stansstad. Meistens sind es Anwohner von Fürigen und Obbürgen oder Angestellte des Resorts. Ich bin zuletzt zweimal allein im grossen Postauto gesessen, in anderen Fällen wurden nie mehr als zehn Personen transportiert. Tagestouristen oder Gäste des Resorts habe ich im Postauto noch keine erlebt, nicht einmal an einer Fahrt sonntags. Die Haltestellen beim Resort sind bei der Durchfahrt des Postautos meistens wenig frequentiert.

Der Wunsch, dass viele Besucher des Resorts mit dem ÖV anreisen würden, wird durch die Realität widerlegt. Man argumentiert wegen der neuen Postautolinie mit dem Mehrverkehr zum Resort. Den gibt es an schönen Tagen in Form von vielen Anfahrten mit dem PW. Es ist unrealistisch, dass ausserkantonal anreisende Besucher das Auto in Stansstad oder Ennetbürgen stehen lassen und mit dem ÖV weiterfahren.

Mit dem ÖV kommen vor allem Ansässige aus Nidwalden und diese haben irgendwann das Resort gesehen, meiden allenfalls den zeitweisen Rummel. Die Nutzung des ÖV ist meistens auch mit weniger Konsumkraft verbunden, und das dürfte nicht die eigentliche Zielgruppe für das Resort darstellen. Viele gut betuchte Leute, die zum Resort hinauf den ÖV nutzen? Wunschdenken! Einzig attraktiv ist die Schiffsverbindung via Kehrsiten mit der Bürgenstockbahn. An Schlechtwettertagen ist und wird der ÖV nochmals schlechter frequentiert bleiben. Auch ÖV-Nutzer kommen meist nur bei schönem Wetter.

Solange das Postauto ab Stansstad nicht besser genutzt wird, besteht kein Bedarf für eine weitere Erschliessung. Nun soll die Strasse ab Ennetbürgen zu Lasten des Steuerzahlers für die neue Postautolinie ausgebaut werden? Die sich gegen die Erschliessung wehrenden Grundeigentümer haben mein volles Verständnis. Wird die Strasse zum Resort durch ihr Land erschlossen, so ist es mit der Ruhe vorbei. Es ist zu befürchten, dass dannzumal nicht nur das Postauto hier verkehren würde, sondern auch via Honegg oder Trogen vermehrter Besucherverkehr sowie Gäste-PW und Fahrzeuge des Resorts.

Zuletzt stösst mir auf, dass die Gemeinde Ennetbürgen sich auf meine Anfrage hin nicht dafür interessiert, den Velo­verkehr über den Bürgenstock zu unterstützen, da vom Resort allgemeine Fahrverbote erlassen worden sind. Aber eine Postautoverbindung will man?

Gerhard Mehner, Stansstad

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