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Musikunterricht ist gut für die Entwicklung eines Kindes

«Kanton kürzt Geld für Musikschüler», Ausgabe vom 27. April

Der Regierungsrat will den Kantonsbeitrag an die Musikschulen ab 2018 um die Hälfte reduzieren. Pro Schüler heisst das 350 Franken weniger Kantonsbeitrag an die Gemeinden. Es ist nicht ein kleiner Eingriff, sondern eine radikale und schockierende Streichung. Die Rechnung des Kantons könnte am Schluss dennoch nicht aufgehen. Weshalb?

Die Ergebnisse vieler Studien zeigen, dass Kinder, die ein Instrument lernen, besser zuhören können, aufmerk­samer sind und Hyperaktivität und Impulsivität besser kontrollieren können. Darüber hinaus schneiden sie in Lese- und Rechtschreibtests besser ab. Kinder mit Lernschwierigkeiten machen dank des Instrumentalunterrichtes schulische Fortschritte. Dies senkt die Kosten für Spezialunterricht in der Schule. Deswegen ist die Rechnung des Kantons zu wenig weitsichtig gemacht. Die 1,8 Millionen Franken werden so nicht eingespart werden können.

Heute ist emotionale Intelligenz in aller Munde. Auch hier spielt der Musikunterricht eine zentrale Rolle. Wichtige soziale Kompetenzen wie sich anzupassen, aufeinander zu hören, voneinander zu lernen und dabei auch Kritik anzunehmen, werden beim Musizieren vermittelt. Wer hätte die Kosten diesmal zu tragen? Sind es die Eltern? Wäre der Musikunterricht nur noch Kindern von gut verdienenden Eltern vorbehalten?

Schon bei den heutigen Tarifen ist die finanzielle Belastung für die Eltern hoch. Zu den Kosten für den Unterricht kommen ja auch noch die Auslagen für das Instrument und seinen Unterhalt dazu. Alle Kinder, auch jene, die musikalisch weniger begabt sind, sollen Anrecht auf einen bezahlbaren Instrumentalunterricht haben.

Tägliches Üben und notwendiger Einsatz dafür werden natürlich vorausgesetzt. So entwickeln sich un­sere Kinder zu ganzheitlichen Persönlichkeiten. Davon profitieren wird die ganze Gesellschaft. Auch der Kanton soll die Verantwortung und natürlich auch die Kosten dafür mittragen. Ich durfte damals im Alter von sechs Jahren mit dem Instrumentalunterricht beginnen. Dafür bin ich sehr dankbar. Verbauen wir den Kindern mit solchen Plänen nicht ihre Möglichkeiten!

Jonas Erni, Violinist,

Neuenkirch

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