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Neue Quartier-Busse der VBL: Der Teufel steckt im Detail

«VBL kaufen sechs neue Quartier-Busse», Online-Ausgabe vom 16. November
Martin Isch, Hochdorf

Gemäss Online-Ausgabe der «Luzerner Zeitung» hat die VBL AG sechs neue Quartier-Busse für die Linien 9, 10, 11 und 15 beschafft. Die modernen Fahrzeuge werden in den nächsten Tagen und Wochen in Betrieb genommen und lösen ältere Midi-Busse ab.

Auf den ersten Blick verspricht diese Meldung einen Gewinn für die Buspassagiere. Bei genauer Betrachtung aber sind insbesondere drei kritische Bemerkungen angebracht. Die neuen Fahrzeuge bieten 22 Passagieren eine Sitzgelegenheit. Bis anhin waren in den Quartier-Bussen 26 Sitzplätze eingerichtet. Dies entspricht einem Minus von nahezu 15 Prozent an Sitzen pro Gefäss. Und dies wird notabene auf jenen Linien in Kauf genommen, die mehrheitlich von Passagieren frequentiert werden, die dringend auf eine Sitzgelegenheit angewiesen sind. Die zu ersetzenden Quartier-Busse sind 2,48 Meter breit. Wer bereits auf den oben erwähnten Linien den Bus benützt hat, erinnert sich oft an brenzlige Ausweichmanöver. Eine Vielzahl der Quartierstrassen ist eng und kurvenreich.

Die neu beschafften Busse sind 2,55 Meter breit. Es wird also künftig für die Chauffeure nicht einfacher, die Bergstrecken zu befahren. Fahrzeuge anderer Hersteller sind teilweise 2,38 oder 2,4 Meter breit.

Auch 2017 beschafft die VBL AG noch ausschliesslich Dieselbusse. Obwohl namhafte Hersteller Hybrid-, Elektrohybrid- oder Elektrobusse anbieten, geht der öffentliche Verkehr in Luzern nicht als Vorbild voran und profitiert weiterhin nicht von sparsamen, geräuscharmen Technologien, die insbesondere in den Aussenquartieren der Stadt einen beachtlichen Gewinn an Lebensqualität bringen würden.

Die aktuelle Fahrzeugbeschaffung der VBL AG zeugt einmal mehr von der beinahe bedingungslosen Markentreue der Entscheidungsträger. Leider passiert dies in den oben genannten Punkten zu Ungunsten des Komforts und zu Lasten unserer empfindlichen Umwelt.

Martin Isch, Hochdorf

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