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Neuer Name, neuer Geist?

Zum neuen Layout der «Obwaldner Zeitung» und «Nidwaldner Zeitung»
Edwin Huwyler, Mitglied der Kantonalen Kulturkommission, Wilen

Über Wochen stimmte uns die «(Neue) Luzerner Zeitung» mit ihren kantonalen Kopfblättern auf ein neues Erscheinungsbild ein. Wichtiger als ein neues Outfit wäre ein neuer Geist im immer oberflächlicheren Journalismus diese Blattes. Es stimmt mich traurig, dass nur noch die pensionierten Schreibenden in ihren Kolumnen Klartext sprechen, so wie Romano Cuonz in seinem Artikel «Nun wird ums letzte Grün gewürfelt» vom 16. September 2016.

Im Melchtal, einem Dorf mit 142 Haushaltungen, ist eine Grossüberbauung mit 50 Wohnungen geplant, die mit dem Abbruch eines jahrhunderte­alten Bauernhauses den letzten Rest des Dorfcharakters und der Umgebung der Wallfahrtskirche zerstört. Und wie wird dies auf der Frontseite angekündigt?: «Ein Hallenbad für das Melchtal». Keine kritische Bemerkung, kein Hinterfragen.

Und dann die Artikel über die Notmassnahme des Bundes, dem Kanton Obwalden die Hoheit über das Bauen ausserhalb der Bauzone zu entziehen. Da wird ein mutloser Baudirektor zitiert, da kommt ein Politiker als Vertreter der Baulobby zu Wort. Kein Wort darüber, dass Obwalden wiederholt gegen das eidgenössische Raumplanungsgesetz verstossen hat, kein Wort darüber, dass die IG Baukultur und der Heimatschutz schon lange versucht haben, die Situation zu entschärfen. Seriösen Recherche-Journalismus würde ich mir anders vorstellen.

Anmerkung der Redaktion: In der Juristensprache sagt man: Wo kein Kläger, da kein Richter. Wir sind jederzeit offen für Hinweise, wie sie der Leserbriefautor macht. Leider aber sieht die Praxis oft anders aus: Betroffene wehren sich nicht oder wollen nicht sprechen. Dabei sind insbesondere auch Leute des Heimatschutzes keine Ausnahme.

Edwin Huwyler, Mitglied der kantonalen Kulturkommission, Wilen

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