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Nun soll das wertvolle Kulturgut einem Stauwehr weichen

«Sursee will Schutz vor Fluten», Ausgabe vom 8. September 2016
Josef Hofer, Sursee

1806 wurde der Sempachersee 1,7 Meter abgesenkt, indem das Bachbett der Sure in Oberkirch tiefer gelegt wurde. Gleichzeitig wurde ein Stauwehr gebaut und ein Staureglement erstellt. 200 Jahre lang floss die Sure problemlos in Richtung des Dorfes Oberkirch. Das Wehr wurde jahrzehntelang von einem Landwirt betreut. Jahreslohn 50 Franken. Nun soll das wertvolle und funktionstüchtige Kulturgut einem elektronisch gesteuerten Stauwehr weichen. 600000 Franken wird das neue Stauwehr kosten. Ein neues Stauwehr sei notwendig, um mitzuhelfen, das kommende Jahrhunderthochwasser des Hofbaches zu entschärfen. Das Argument, das Schliessen des von Hand bedienten Wehrs gehe zu langsam, ist nicht stichhaltig. Werden wolkenbruchartige Regenfälle erwartet, informieren Meteorologen rechtzeitig. Es bleibt genügend Zeit, das Wehr zu schliessen. Statt 600000 Franken für ein neues Wehr würden die Anpassungen kaum 40000 Franken betragen. Übrigens: Das Hofbach-Hochwasser könnte nicht verhindert, aber weniger schädlich gemacht werden, wenn das Wasser über das unverbaute Land gezielt abgeleitet würde.

Aber nicht nur das schutzwürdige Stauwehr soll vernichtet werden. Naturschutz-Fachleute planen im Auftrag des Gemeinderates Oberkirch unter dem Deckmantel «Hochwasserschutz und Suren-Renaturierung und Aufwertung der Landschaft für die Bevölkerung und die Natur» die Vernichtung dieser einzigartigen und lärmfreien Flusslandschaft. Statt sie in das Inventar geschützter Landschaften aufzunehmen, soll sie vernichtet werden. Den Glauben, dass der Staat Steuergelder nur noch für notwendige Massnahmen ausgebe, habe ich verloren. Es ist mir unerklärlich, warum Naturschutz-Fachleute ein solches Vernichtungswerk planen und der Bevölkerung empfehlen. Natur und Landschaft werden alles verlieren.

Josef Hofer, Sursee

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