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Oberkirch: Surenuferprojekt sorgt für heftige Kontroverse

Zur Abstimmung über die Suren-Revitalisierung in Oberkirch am 4. März
Alfred Allemann, Allemann, Oberkirch

Hiermit möchte ich dem überparteilichen Komitee gegen das unnötige und unrealistische Revitalisierungsprojekt der Sure Oberkirch herzlich danken. Ein ganz klares und sehr grosses Problem ist, dass die grossen Schattenbäume der Sure entlang gefällt werden sollen. Dies hätte sehr grossen Einfluss auf die Forellen im Bach. Bei warmem und trockenem Wetter im Sommer sorgen diese Bäume dafür, dass sich das Wasser viel weniger stark erwärmen kann. Bei hohen Wassertemperaturen leiden die Forellen an Nierenschäden und sterben unter grossen Schmerzen. Die Bäume zu fällen wäre also Tierquälerei. Die hohen Bäume bieten den Tieren im Bach zudem Nahrung durch herunterfallende Raupen und Käfer. Für unsere Gesundheit sind hohe Bäume von grosser Bedeutung. Sie bauen zudem Stress ab. Dass Umweltnaturwissenschafter sich für ein solches Projekt starkmachen, sorgt bei mir für grosse Fragezeichen. Die Kosten von 2,6 Millionen Franken werden durch Steuergelder beglichen, ob sie nun vom Bund, vom Kanton oder von der Gemeinde stammen! Wenn man sagt, eine Finanzierung dieses unnötigen Projekts werde keine Steuerzahler belasten, scheint dies für mich sehr trügerisch!

Alfred Allemann, Allemann, Oberkirch

Dürfen wir von unseren Gemeindebehörden nicht erwarten, dass sie weitsichtig die Zukunft planen? Dass sie Projekte fördern, die zum Wohle aller Bewohnerinnen und Bewohner die regionale Lebensqualität nachhaltig verbessern? Die zur Abstimmung vorliegende Surenrevitalisierung in Oberkirch ist ein solches Projekt. Von langer Hand vorbereitet, wurden mit der Ortsplanungsrevision 2008–2010 erste Zeichen gesetzt. Die Oberkircherinnen und Oberkircher stimmten der Vorlage mit grosser Mehrheit zu. Über 2 Millionen Franken wurden seither zweckgebunden geäufnet. Unter der Federführung von Fachleuten der kantonalen Dienststelle und begleitet von einer 20-köpfigen Arbeitsgruppe aus Oberkirch, wurde das Projekt «Üsi Sore» erarbeitet. Die Sure ist unser Naherholungsraum, der durch die Revitalisierung ökologisch und gestalterisch aufgewertet wird. Der enge Kanal mit seinen künstlich angelegten, teils steilen Böschungen wird in einen abwechslungsreich fliessenden Bach verwandelt. Uns Bewohnerinnen und Bewohnern wird es möglich sein, das Gewässer und seine Fauna und Flora direkter zu erleben. Mehr Abwechslung im Uferbereich und eine naturnahe Wegführung generieren mehr attraktiven Lebensraum für Mensch und Natur, für Kinder, Erwachsene, Tiere und Pflanzen. Es ist schade, dass nun einige versuchen, das sorgfältig vorbereitete Projekt schlechtzureden. Richten wir unseren Blick in die Zukunft, vom aufgewerteten Gewässer werden auch unsere Nachkommen noch profitieren.

Katharina Luginbühl-Loher,

Oberkirch

Was mich bewog, gegen diese «Farce-Vorlage» zu votieren, sei kurz dargelegt: Öffentliche Gewässer wie die Sure gehören bekanntlich dem Kanton. Was mich von Anfang an irritierte, war der Gemeinderat, der im Januar 2014 eine 19-köpfige (!) Surenraum-Kommission einsetzte, die als «Begleitung der Planung» fungierte. Offenbar ging es aber nur darum, die Vorstellungen des Kantons abzusegnen. Entscheidungen konnte diese «Arbeitsgruppe» nämlich keine treffen. Eine echte Demokratie funktioniert aber immer noch von unten nach oben und niemals umgekehrt! Der Surenraum auf dem Gemeindegebiet Oberkirch braucht keine Revitalisierung, also Wiederbelebung. Er ist ökologisch betrachtet in weit besserem Zustand als zur Zeit meiner Jugend (1960er- und 70er-Jahre). Zudem lässt sich die Biodiversität kaum vereinbaren mit erhöhter Beanspruchung dieses Gebiets für Freizeitaktivitäten. Das rund 93 Hektaren grosse Golfplatzareal bietet diesbezüglich nebst anderem doch schon Möglichkeiten genug in Oberkirch!

Wie man den Kulturlandverschleiss und die damit einhergehende Versiegelung des Bodens durch die übertriebene Bautätigkeit der letzten 10 bis 15 Jahre in unserer Gemeinde mit einer Umgestaltung des Surenraums kompensieren soll, wie es in der Botschaft heisst, ist wahrscheinlich nicht nur für mich ein Rätsel.

Wenn man auf allen politischen Ebenen (Bund, Kanton, und Gemeinde) wirklich so viele überschüssige finanzielle Mittel hat und noch spezielle Fonds einrichtet, wie dies Oberkirch ja auch gemacht hat, so könnte man diese ja auch einsetzen zur Behebung von Schäden durch Naturkatastrophen. Oder man könnte einen Teil dieser Gelder auch rückführen, um ärgerliche Sparprogramme zu Lasten der sozial Schwachen zu vermeiden!

Robert Furrer, Oberkirch

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