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Leserdebatte

Pflichten der Velofahrer und Nutzen von Velowegen

Zur eidgenössischen Abstimmung über einen Veloartikel in der Bundesverfassung am 23. September

Gemeinden und Kantone sollen zwar weiterhin für die Planung, den Bau, Unterhalt und Betrieb der Velowegnetze zuständig bleiben. Neu könnte der Bund aber koordinierend mitreden. Dies erscheint völlig nutzlos und soll auch noch 1,8 Millionen Franken für neue Bundesstellen kosten. Erst einmal sollen der Bundesrat und die Beratungsstelle für Unfallverhütung Ordnung schaffen: Velofahrer brauchen erstens eine obligatorische Haftpflichtversicherung. Zweitens sollen sie auch Verkehrssteuern nach dem Verursacherprinzip zahlen.

Velofahrer sollen die bestehenden Radwege benützen müssen. Zur Ausrüstung des Velos gehören zwingend Klingel oder Hupe sowie Vorder- und Hinterlicht. Wer sich nicht an diese Strassenregeln hält, bezahlt Busse.

Die Polizei hat bisher die Radfahrer fahren und laufen lassen, während andere Verkehrsteilnehmer täglich unter die Lupe kommen. Das soll sich ändern. Diese Vorgaben sind zwingend und brauchen keinen Verfassungsartikel. Deshalb ein Nein zum Bundesbeschluss über Velowege.

Toni Lauber, Escholzmatt


Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn alle Velofahrenden ebenfalls im Auto fahren würden. Die Strassen wären zusätzlich verstopft, und man müsste sie immer stärker ausbauen. Aus dieser Sicht müssten alle Autofahrenden ein grosses Interesse daran haben, dass möglichst viele Velos auf Velowegen unterwegs sind.

Der Bau von Verkehrsanlagen ist teuer: 2015 wurden in der Schweiz 9,2 Milliarden Franken in Bauten für Autos investiert, für Velomassnahmen wurden eine Milliarde Franken ausgegeben. Blickt man aber auf den Gesundheitsnutzen des Velos (1,3 Mia.), resultiert aus dem Velofahren ein Plus von 300 Millionen Franken.

Daraus lässt sich ableiten, dass die Benützung des Velos aus zweifacher Sicht sinnvoll ist. Einerseits ist der Bau von Velowegen billiger als der Aus- oder Neubau von Strassen. Andererseits erzeugt Fahrradfahren ein direktes Plus im Geldbeutel durch eingesparte Krankheitskosten.

Am 23. September haben wir die Möglichkeit, diese positiven Faktoren durch Annahme des Bundesbeschlusses über die Velowege zu unterstützen. Bei einem Ja erhält der Bund die Möglichkeit, die Kantone bei ihrer Veloförderung zu unterstützen, ohne in ihre Autonomie einzugreifen. Es ist wichtig, dass auch wir zum Beispiel in Uri Ja stimmen, da die Mehrheit der Bevölkerung im Talboden wohnt und vom Veloartikel profitiert.

Kurt Döbelin, Altdorf

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