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Plädoyer für den Erhalt des Gebäudes an der Tribschenstrasse

«Abbruchgesuch für umstrittenes Gebäude ist eingereicht», Ausgabe vom 3. März
Andreas Heggli, Adligenswil

Das «Gewerbegebäude» ist nicht nur für sich betrachtet von grossem Wert, sondern auch für das Tribschenquartier und seine Geschichte: Neben vielen Genossenschaftswohnungen und mit dem Schönbühl als erstem Einkaufszentrum der Schweiz war hier das Kleingewerbe prägend. So legt das Haus Zeugnis ab für eine Epoche, die für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Luzern von grosser Bedeutung war. Nur wenig erinnert im sich rasant verändernden Tribschenquartier noch daran – und nichts in dieser Qualität (siehe www.gewerbegebaeude.ch ).

Die Fotografie im LZ-Artikel zeigt eindrücklich, wie sich das «Gewerbegebäude» problemlos neben dem jetzigen CSS-Bürositz behaupten kann. Warum es «einem architektonisch hochwertigen Neubau weichen soll», ist äusserst fragwürdig. Mehrere der geplanten Funktionsräume – wie Schulungsräume, Sitzungszimmer und Restaurant, dieses hoffentlich offen auch für «Externe» und mit Boulevard im Sommer – könnten im «Gewerbegebäude» mit einer überdurchschnittlichen Raumqualität realisiert werden. Gute Architektinnen oder Architekten können das Raumprogramm umsetzen, indem sie das Vorhandene weiterentwickeln und nicht zerstören: Integration des «Gewerbegebäudes» in die Überbauung des vorgesehenen Grundstückes. Es kann eine attraktive Klammer zwischen bestehendem Bürogebäude und dem noch zu bauenden sein, ohne dass die Strassenfassade doppelt so lang wird.

Vor Jahren hörten wir fast wortgleich die gleiche Argumentation: «Bausubstanz und Raumaufteilung lassen wirtschaftlichen Betrieb nicht zu», «Neubau ist unausweichlich, die klassischen Räume müssen leider zurückgebaut werden», «wir streben architektonisch hochwertigen Ersatz an». Es ging um die Säle im «Schweizerhof».

Der Unterschied: Die Familie Hauser hatte die Grösse, auf Spezialisten zu hören und dann über ihren Schatten zu springen. Darauf warten wir bei der CSS noch. Es könnte ihr grossartiges Jubiläumsgeschenk an die Bevölkerung sein nach 100 Jahren am Standort Luzern!

Andreas Heggli, Adligenswil

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