Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Plädoyers für zwei Luzerner Museen

«Kantonsarchäologe warnt vor Museumsschliessung», Ausgabe vom 20. Juli
Markus Schärli,

Die Stimmbürger haben Nein gesagt zu einer Steuererhöhung. Das ist unangenehm für die Verwaltung. Doch anstatt den Bürgerwillen zu akzeptieren und sinnvolle Einsparungen zu realisieren, glänzen Regierung und Politiker mit immer neuen Vorschlägen, welche darauf abzielen, die Bürger weichzuklopfen und sie für eine Steuererhöhung mürbe zu machen.

Anstatt sinnlose Verwaltungsstellen zu streichen, wo Leute zum Beispiel Bauinventare erstellen, welche dann wiederum zu Reglementen und Vorschriften führen, schliessen sie Museen, reduzieren das Polizeipersonal oder sparen bei den Schulen. Allerdings ist dieses Manöver zu durchsichtig, um nicht durchschaut zu werden. Bei den zentralen Aufgaben des Staates Dienstleistungen zu streichen (Sicherheit, Bildung, Infrastruktur) und völlig sinnlose Verwaltungsstellen unangetastet zu lassen, damit die Bürger einknicken – nicht mit uns!

Sinnlose Verwaltungsstellen zu streichen, hat einen dreifachen Spareffekt: Erstens wird der Lohn des Staatsangestellten gespart. Zweitens werden die unsäglichen Folgen seines Tuns eingespart (beim Staat und bei der Privatwirtschaft). Und drittens wird verhindert, dass dieser Staatsangestellte als Beschäftigungstherapie weitere überflüssige Reglemente mit Kostenfolge ausarbeitet.

Wir brauchen Lehrer, Polizisten und Strassenarbeiter. Aber wir brauchen keine Verwaltungsangestellten, die sich selber mit immer neuen Reglementen beschäftigen, welche die Bürger am Gängelband der Verwaltung disziplinieren wollen.

Anfangen könnte man zum Beispiel bei der Schulverwaltung. Früher waren es ein halbes Dutzend Personen, die unser Schulwesen organisierten, heute sind es Heerscharen von Verwaltungsbeamten, welche die Schulen mit verheerenden Folgen zu Tode administrieren.

Die Regierung soll nicht «trötzelen», sondern den Bürgerwillen umsetzen. Wir lassen uns nicht weichklopfen.

Markus Schärli, Luzern

Das Natur-Museum Luzern bildet eine wichtige Brücke zwischen dem einzigen Luzerner Naturpark Entlebuch und der städtischen Bevölkerung. Es leistet einen nicht zu unterschätzenden Bildungsbeitrag und unterstreicht damit, dass es nur eine Sache gibt, die teurer ist als Bildung: keine Bildung.

Theo Schnider, Direktor Unesco-Biosphäre Entlebuch, Schüpfheim

Der weltberühmte polnische Theater- und Filmregisseur Andrzej Wajda (1926 bis 2016) brachte den Stellenwert von Museen in einem «Spiegel»-Interview von 2009 in nicht zu übertreffender Deutlichkeit auf den Punkt: «Eine Gesellschaft ohne Erinnerung ist nicht viel mehr als ein Menschenauflauf.»

Erich Heini, Luzern

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.