Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Privatisierte Post – wir wollten das ja

«Die Post-Garantie hat eine kurze Laufzeit», Ausgabe vom 28. Januar

Seit ungefähr 20 Jahren heisst die politische Mode «Privatisierung». Ihr leistet die Mehrheit ohne grosses eigenes Denken Folge. Offensichtlich haben wir uns über die Auswirkungen bis jetzt kaum Gedanken gemacht und entsprechend auch die Parlamente personell bestückt. Den Deckel drauf gab bekanntlich vor einem Jahr die wuchtige Ablehnung der Initiative «Pro Service public», welche hätte Gegensteuer geben sollen.

Als Privatperson oder auch als Privatfirma bin ich nicht verpflichtet, der Öffentlichkeit zum Voraus mitzuteilen, wo ich in nächster Zeit zu knausern und wo ich zu verschwenden gedenke. Nun reiben sich verschiedene Leserbriefautoren verwundert die Äuglein über eine auf das gleiche Denken ausgerichtete Post. Wer all sein Tafelsilber verscherbelt, darf nicht erstaunt sein, wenn er nachher aus einem Blechnapf essen muss. Wir haben in letzter Zeit an allen möglichen und unmöglichen Orten privatisiert, und jetzt haben wir halt für viele Bereiche des ehemaligen Service public Privatbetriebe, die sich vor allem für die Rendite ihrer Aktionäre und Direktionsmitglieder interessieren. Grossmehrheitlich haben wir dem immer wieder zugestimmt. Anscheinend wollten wir das – oder etwa nicht?

Jürg Röthlisberger, Cham

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.