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Leserbrief

«Profitdenken oder humanitäre Tradition – was ist uns wichtiger?»

«Bundesrat erfüllt Wunsch der Rüstungsbranche», Ausgabe vom 16. Juni

Die Exportregeln für die Rüstungsindustrie zu lockern hat nichts zu tun mit Parteipolitik, sondern mit unserer Neutralität. Die Sicht, dass Geld die Welt regiert, wird auf die Spitze getrieben und die jetzige Welt-lage mit Kriegen, mit systematischen und schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte ins Abseits versetzt. Wirklich ein Schlag ins Gesicht unserer Neutralität. Wenn schon, wäre es viel wichtiger, wenn die Verantwortlichen die Ausrüstung unserer Armee auf den aktuellen Stand bringen würden wie z.B. die Flugwaffe.

André Berdat, Buochs


Der Antrag unseres Bundesrates Schneider-Ammann, auch Waffen in Bürgerkriegsgebiete zu liefern, ist erschreckend. Dagegen müssen wir Schweizer uns vehement wehren. Nicht nur wegen der humanitären Tradition der Schweiz und der Glaubhaftigkeit unserer Neutralität, sondern ganz prinzipiell erscheint es mir sehr fragwürdig Waffen zu exportieren. Wir geben Regierungen, in denen die Machtverhältnisse teils sehr instabil sind, die Möglichkeit, mit von uns gelieferten Waffen zu morden. Wenn Aussenminister Cassis dem zustimmt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Bundesrat diesem Antrag zustimmt. Einmal mehr scheinen nur wirtschaftliche Interessen und nicht Überlegungen der Moral und Ethik bestimmend zu sein. Geld regiert! Sollte es so weit kommen, müsste unbedingt eine Volksinitiative ge-startet werden.

Jürg Kälin, Luzern


Das darf doch nicht wahr sein: Der Bundesrat beschliesst, dass Rüstungsgüter auch in Bürgerkriegsländer und Konfliktgebiete exportiert werden dürfen. Dies ist zynisch, eine Schande für unser Land! Die gleichen Kreise, die diesem Beschluss zustimmen, wollen Menschen abwehren, die aus ebendiesen Ländern in Europa und der Schweiz Schutz suchen, weil sie bedroht sind – auch von Schweizer Waffen. Profitdenken oder humanitäre Tradition, was ist uns wichtiger?

Lisbeth Schmid-Keiser, St. Niklausen


Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann erreicht, dass Schweizer Kriegsmaterial «unter gewissen Bedingungen» in Länder mit Bürgerkriegssituationen exportiert wird! Dies ist ein empörender, verwerflicher und korrupter Akt. Dieser Bundesrat beschädigt das humanitäre Ansehen der Schweiz. Herr Schneider-Ammann, seine Partei, alle Mitglieder des Bundesrats und Befürworter von Waffenexporten sollten sich schämen.

Claudia Walther, Luzern

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