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Reaktionen zur neusten Wendung im Fall «Riegelhüsli»

«Wird das Riegelhüsli in die USA verschifft?», Ausgabe vom 10. März

In der «Zuger Zeitung» konnte man kürzlich lesen, dass das Neuheimer Riegelhüsli vielleicht nach Texas in den Wilden Westen verfrachtet werde. Dies unter der Voraussetzung, dass sich jemand an den Kosten be­teiligt. Andernfalls werde es wohl plattgemacht und im Tännlimoos entsorgt. Das ist eine schlechte Nachricht. Uns Stimmbürgern wurde doch etwas ganz anderes in Aussicht gestellt. Wir erinnern uns: Die Bauherrschaft Zehnderhof hatte für ihre Parzelle neben dem Volg-Laden ein Baugesuch für zwei Wohnblöcke eingereicht. Damit sie ihr Bauvorhaben rea­lisieren konnte, hatten wir Stimmbürger für das Grundstück einer massiven Aufzonung von über 20 Prozent gegenüber der maximalen Ausnützungsziffer zuzustimmen. Dieser Mehrwert sei unbedingt erforderlich, um die historischen Bauten Zehnderhof und Riegelhüsli zu retten, lautete dazu die schrift­liche Begründung der Bauherren. Auch das zuständige kantonale Amt begründete seine Zu­stimmung zur Aufzonung aus­drücklich mit dem Erhalt der beiden historischen Gebäude. Der Stimmbürger glaubte dem Gemeinderat und der kantonalen Amtsstelle und stimmte mit seinem Ja dem Erhalt der beiden historischen Gebäude zu. Hätte der Stimmbürger dem nicht zugestimmt, würden hier keine Blöcke gebaut, und die Nachbarn hätten keinen Minderwert bei ihren Wohnungen zu erdulden. In der Folge gründeten Idealisten den Verein Riegelhüsli und suchten einen geeigneten Standort sowie einen sinnvollen Verwendungszweck für das schmucke Häuschen. Sie sammelten unermüdlich Geld und brachten die stolze Summe von annähernd 300 000 Franken zusammen. Wiederum folgte der Stimmbürger grossmehrheitlich dem Antrag des Gemeinderates und trat eine Parzelle dem Verein Riegelhüsli im Baurecht ab. Leider gefiel das Ganze einem Nachbarn nicht. Dieser wollte kein Riegelhüsli vor seinem Bauernhaus und erhob gegen das Bauvorhaben Einsprache. Der Gemeinderat gab in der Folge dem Einsprecher Recht und widerrief seine in Aussicht gestellte Baubewilligung für das Riegelhüsli. Nun warf der Verein enttäuscht das Handtuch, und das Riegelhüsli droht in Kürze entsorgt zu werden. Doch so geht das nicht. Neuheim liegt nicht im Wilden Westen! Wir erwarten von der Bauherrschaft Zehnderhof, dass sie Wort hält und das Riegelhüsli an einem anderen geeigneten Ort in der Gemeinde Neuheim fachgerecht aufstellt und damit der Nachwelt erhält. Die Idee vom Standort Texas ist da aus­drücklich keine Option. Vom Gemeinderat und der zustän­digen kantonalen Amtsstelle verlangen wir, dass sie ihren früheren Worten heute auch Taten folgen lassen.

Franz Felder, Neuheim

Mit Interesse habe ich zufällig die Reportage über den letzten Stand des Projekts Riegelhüsli in Neuheim in der «Zuger Zeitung» gelesen. Inzwischen habe ich mir dank der Webseite <%LINK auto="true" href="http://www.riegelh&#252;sli.ch" text="www.riegelh&#252;sli.ch" class="more"%> einen guten Überblick verschafft. Ich danke dem Verein für dessen tolles Engagement und empfehle ihm, jetzt auf der Ziellinie nicht aufzugeben, das Momentum auszunutzen und nochmals «Publicity» zu machen (zum Beispiel ein sogenanntes «Countdown-Follow-up» und weitere Leserbriefe in der Zeitung), um einen Schlussspurt hinzulegen für diese schützenswerte Sache. Liegt’s am Geld? Anscheinend fehlen noch 150000 Franken, um die 450000 Franken zu erreichen. Ich erkläre mich hiermit gerne spontan bereit, 1000 Franken auf ein Sperrkonto zu spenden, sofern eine Rettung in Neuheim doch noch zu Stande kommt und das Riegelhüsli dann auch für kulturelle Zwecke benutzt werden kann. Meine Grund­voraussetzung ist jedoch, dass ab jetzt jeder zusätzliche Beitrag durch die öffentliche Hand verdoppelt wird, sei dies durch den Denkmalschutz, die ­Gemeinde oder unseren reichen Kanton Zug, damit dieses «uralte» Projekt schlussendlich doch noch soli­darisch ver­wirklicht werden kann. Ich hoffe, damit einen späten Beitrag an das Gelingen leisten zu können und noch ein paar Neuheimer und Zuger zu motivieren. Dazu gehören selbstverständlich auch bereits existierende Sponsoren, welche allenfalls unter diesen Umständen bereit sind, ihre Spende nochmals ein bisschen zu erhöhen. Liegt’s am Ort? Ich lebe seit bald 20 Jahren in Neuheim, fühle mich sehr wohl und zu Hause auf dem Lande in meinem «Seldwyla». Wenn es so viel Platz hat für unsere berühmte Neuheimer Fasnacht (was mich als Ex-Luzerner natürlich freut) gibt, findet sich mit etwas gutem Willen eines Bauern und der behördlichen Bürokratie sicher auch ein Plätzchen an einem geeigneten Wegrand in unserer Gemeinde. Kultur ist es, was Menschen verbindet!

Simon Widmer, Neuheim

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