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Reiden: Dicke Luft um Schulhaus-Projekt

«Schulhaus: IG Reiden mischt Abstimmung auf», Ausgabe vom 17. Mai

Am 10. Juni müssen die Reider über den Schulhaus-Neubau, wie er vom Gemeinderat vorgeschlagen wird, zum zweiten Mal abstimmen. Es geht dabei um eine ausgereifte Vorlage, die von unserer Gemeindebehörde in langen Prozessen fundamental, seriös und zielgerichtet erarbeitet worden ist. Wie aus der Botschaft hervorgeht, sind alle politischen Parteien mit dem Neubauprojekt einverstanden. Einzig die IG Reiden bekämpft die Vorlage. Die von ihr ausgehende, endlose und nadelstichartige Kritik und Rhetorik stimmen nicht mit der bevölkerungspolitischen Realität überein. Wir müssen die Strategie des begrenzten Konflikts lernen. Hier zusammenarbeiten, dort streiten, beides mit Stil und Entschiedenheit, aufmerksam zuhörend, aber nie verletzend oder die Tür zuschlagend. Wir werden weiterhin manchmal Partner und manchmal Gegner sein, aber niemals Feinde. Auch der Gemeinderat pocht bei allen Vorlagen auf Demokratie, schafft Transparenz mit sachlicher Information, ohne Auslassungen, Halbwahrheiten oder falsche Zusammenhänge, auch wenn die IG es anders sieht. Stimmen wir am 10. Juni der Vorlage des Gemeinderates zu und schaffen damit einen wichtigen Zeitzeugen für die kommenden Generationen und somit Vertrauen in unsere Gemeindebehörde.

Josef Blättler, Reiden


Als Familienvater mit angehenden Schulkindern und Neueinwohner der Gemeinde Reiden verfolge ich mit Interesse die Diskussion um den Schulhausneubau. An der Infoveranstaltung wurde ich reichlich mit Pro- und Kontra-Argumenten versorgt. Es ist jedoch schwierig, diese einzuordnen. So wurden widersprüchliche Argumente zum Architekturbüro geliefert. Die Gegner sagen: zu teuer, keine Erfahrung im Schulhausbau. Die Befürworter behaupten, dass dieses Büro 70 Schulhäuser gebaut hat. Wenn ich die Homepage des Büros konsultiere, ist ein Auszug von 50 Projekten aufgelistet, jedoch kein einziges Schulhaus! Was stimmt nun? Die Kosten des Projektes belaufen sich ohne das Mobiliar auf 7,8 Millionen Franken. Das Mobiliar müsste aber ehrlicherweise zu den Projektkosten gerechnet werden. Das ergäbe dann gesamthaft 8,4 Millionen Franken.

Als dann der Finanzvorsteher noch erläuterte, dass die Prokopfverschuldung mit den weiteren anstehenden Investitionen in den nächsten Jahren gegen 7000 Franken ansteigen wird und von einem Finanzbericht spricht, welcher anscheinend vorenthalten wird, ist meine Irritation komplett. Gemäss Lustat betragen die Nettoschulden pro Einwohner im Kanton Luzern durchschnittlich ungefähr 2000 Franken. Dass trotzdem alle Parteien und Kommissionen das Projekt durchwinken, erstaunt zusätzlich. Völlig verunsichert bin ich ob der Kultur im Gemeinderat. Da stelle ich nichts fest, was dem Anspruch an eine Kollegialbehörde genügen würde. Zu einer attraktiven Gemeinde gehört für mich auch eine konstruktive Lösungserarbeitung und eine Gesprächskultur, welche diesen Namen verdient. Leider ist es mir nicht gelungen, mir anlässlich der Informationsversammlung eine abschliessende Meinung zu bilden.

Reiden braucht dringend neuen Schulraum: Die heutigen Räumlichkeiten genügen den Minimal-Anforderungen des Schulalltages schon lange nicht mehr. Die Provisorien weisen frappante Mängel auf und kosten eine Unsumme Geld. Der Unterricht findet heute unter fragwürdigen Verhältnissen statt. Mehr Raum brauchen wir aber auch, weil die Bevölkerung laufend zunimmt. Der Gemeinderat hat den Auftrag der Gemeindeversammlung erfüllt. Er hat sein Schulhaus-Projekt überarbeitet, optimiert und auch die Kosten gesenkt. Ich staunte nicht schlecht als ich vor ein paar Tagen das Flugblatt der Gegner (IG Reiden) in meinem Postfach entdeckte. Mit einem wenig glaubwürdigen Projekt bringt die IG eine Alternative zur Diskussion, deren Grundlage es an Seriosität mangelt. Sie tischt Zahlen auf, die einer vertieften Analyse nicht standhalten. Allein schon raummässig bringt der Vorschlag keine Lösung.

Samuel Müller, Langnau b. Reiden

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