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Ritter geht den richtigen Weg

«Bauernpräsident unter Druck», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 11. Februar
Johann-Ulrich Gabathuler, Menzingen

Markus Ritter verweigert sich zu Recht den Gesprächen um das Thema einer Grenzöffnung für landwirtschaftliche Produkte zu Gunsten einer Situationsverbesserung für die Export- und Finanzindustrie und einem bilateralen Abkommen mit dem Mercosur. Man muss wissen, dass der Mercosur, als wirtschaftliche Verbindung der Länder Lateinamerikas, unter der Kontrolle der USA steht. Daher führt ein Abkommen unweigerlich zu einem bilateralen Abkommen mit den USA, was wiederum die Export- und Finanzgiganten auf beiden Seiten in erster Linie interessiert. Damit werden auch die vom Volk vor ein paar Jahren erlassenen Sperren gegen Genmanipuliertes und Hormonunterstütztes fallen – und zwar durch die Hintertür! Letztes Jahr haben wir deutlich für die Ernährungssicherheit gestimmt. Dieses Jahr wurde die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» eingereicht. Wenn nun die Wasser-Abstimmung vom Volk auch angenommen wird, was mit grosser Sicherheit der Fall ist, wird der Einsatz von Kunstdüngern, Herbiziden und Pestiziden weitgehend verboten werden. Was dann? Dann wird die vom Volk angenommene Ernährungssicherheit nur noch unter Einsatz von genmanipuliertem Saatgut möglich sein. In der Fleischproduktion werden dem Einsatz von Hormonen und Antibiotika die Türen weit geöffnet werden. Das Volk hebelt damit die von ihm erlassenen Sperren selbst aus. Das bilaterale Abkommen mit den USA wird endlich möglich. Nur das zählt. Es werden die am ungehinderten Export und Import beteiligten Konzerne jubilieren. Genmanipuliertes Saatgut hinterlässt keine Sämlinge. Monsanto/Bayer sind gelinde gesagt die Monopolisten auf dem Gebiet und können jedes Jahr neues Saatgut liefern zu Preisen, die sie selbst konkurrenzlos bestimmen können. Jeder Konsument, der essen will, wird somit von Monsanto/Bayer indirekt abhängig. Markus Ritter geht den Weg des verantwortlichen Volksvertreters. Die Loyalität und Unabhängigkeit der ihn kritisierenden Politiker gegenüber den Wählern muss jedoch hinterfragt werden. Monsanto ist auch der Hersteller des Herbizides Glyphosat, für das ein Einsatzverbot diskutiert wird wegen Verdachtes auf Krebsförderung. Der Widerstand in der EU gegen den Einsatz fiel zu Gunsten der Fusion von Monsanto und Bayer.

Johann-Ulrich Gabathuler, Menzingen

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