Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Rückwärtsgerichtet

«Postplatz: Stadtrat lehnt Initiative ab», Ausgabe vom 7. März
Cornelia Stocker, Mitglied Initiativkomitee, Kantonsrätin Fdp, Zug

In einem mehrseitigen Bericht beantragt der Stadtrat dem Grossen Gemeinderat, die Initiative «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt» abzu­lehnen. An sich ist dies wenig überraschend, agiert doch der Stadtrat in letzter Zeit alles andere als Gewerbe- und Altstadt-freundlich. Die massiven Parkgebührenerhöhungen lassen grüssen.

In seiner Abstimmungs­botschaft lobt und würdigt der Stadtrat den seinerzeitigen «historischen Kompromiss» aus dem Jahre 2008 zur Aufhebung von 60 oberirdischen Parkplätzen. Weiter schreibt er, Zitat: «An der damaligen Ausgangs­lage hat sich zwischenzeitlich nichts geändert.» Mich schaudert dieser Satz, entweder sind das nostalgische Träumereien oder bewusstes Unterschlagen von Tatsachen.

Die damalige Vision einer verkehrsfreien Stadt mit Riegel am Postplatz und einem zusammenwachsenden, verkehrs­freien oberen und unteren Postplatz ist mit dem Nein zum Stadttunnel Geschichte. Auch hat damals niemand gewusst oder nur je daran gedacht, dass das stolze Postgebäude mit prominenter Position leer steht oder ohne Publikumsverkehr vor sich hin altert. Schwer verdaubar, aber leider Fakt, ist für die Altstadtgeschäfte der Wegzug der Stadtverwaltung aus der Altstadt. Dieser Umstand war damals ebenfalls komplett unbekannt. Es lässt schon aufhorchen, wenn der Stadtrat drei derart essenzielle neue Fakten schlicht ignoriert. Ich überlasse es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, zu beurteilen, ob das ehrliche und glaubwürdige Politik ist.

Seinerzeit trug ich diesen Kompromiss – wenn auch ohne Freude – ebenfalls mit. Heute, zehn Jahre später, stehen wir vor völlig anderen Tatsachen. Deshalb erachte ich es als legitim, den damaligen Entscheid an den neuen Gegebenheiten zu orientieren.

Dass die Parkplätze auf dem oberen Postplatz ins neue Parkhaus verlegt werden, ist für die Initianten in Ordnung. Was aber mit jenen auf dem unteren Postplatz geschehen soll, muss aufgrund der radikal veränderten Ausgangslage neu beurteilt werden. Denn ein leergefegter unterer Postplatz mit Parkverbot ist für die Vielfalt des Gewerbes und eine lebendige Altstadt Gift. Mit einem Ja zur Initiative kann eine negative Stadtentwicklung verhindert werden.

Cornelia Stocker, Mitglied Initiativkomitee, Kantonsrätin FDP, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.