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Leserdebatte

Russland und die USA: Wem kann man noch vertrauen?

«Trump und Putin: Verstörende Darbietung», Ausgabe vom 17. Juli

Als Willy Brandt im Rahmen seiner Ostpolitik mit Leonid Breschnew das Gespräch suchte, wurde diese Politik in den westlichen Medien kontrovers diskutiert. Im Nachhinein hat sich die Brandtsche Ostpolitik als Segen herausgestellt. Selbst Helmut Kohl, anfänglich erklärter Gegner, hat als Bundeskanzler die Brandtsche Politik weitergeführt. Heute ist der Kalte Krieg wieder voll entbrannt. Eigentlich sollte man Trump dankbar sein, dass er jetzt den Gesprächsfaden aufgreift, zumal der westlichen Seite heute ein demokratisch gewählter Präsident Russlands gegenübersteht. Aber Trump wird von ausnahmslos allen Medien massiv angegriffen. Die mediale Einheitsfront ist nicht nur störend, sie ist «verstörend». Die Vorwürfe sind dabei meist schlecht begründet.

Nehmen wir als Beispiel die angebliche Wahlbeeinflussung durch Russland. Diese basiert auf einem wackligen Fundament. Einmal hiess es, Putin habe Bots streuen lassen, um die Wähler zu beeinflussen. (Wie hat er das gemacht?) Jetzt wird behauptet, Putin habe die Computernetzwerke von Hillary Clinton und der Demokraten hacken lassen. (Ja waren die Milliarden, welche die Demokraten und Republikaner im Wahlkampf aufgewendet haben, für nichts?) Putin hat an der Pressekonferenz richtig reagiert: «Die Gerichte sollen entscheiden.» Ich füge hinzu: Vorher sollte die Unschuldsvermutung gelten, auch in den Medien. Nebenbei, beim amerikanischen Geheimdienst ist Vorsicht geboten: Denken wir an die Massenvernichtungswaffen, mit deren Existenz der Irakkrieg gerechtfertigt wurde. Diese Behauptung stellte sich später als falsch heraus. Ist es nicht positiv, wenn ein Präsident seinen Diensten mit der erforderlichen Skepsis begegnet? Falsche Anschuldigungen könnten politische Spannungen aufbauen. Noch eine grundsätzliche Frage: Immer, wenn es um Russland geht, schreiben in dieser Zeitung Korrespondenten. Ihre Artikel und Kommentare erschienen auch in anderen Zeitungen. Wenn man überall das gleich lesen kann, beeinträchtigt das nicht die Meinungsvielfalt?

Günter Baigger, Dr. sc. math., Kriens


Warum reicht Putin beim laut dem amerikanischen Präsidenten «sehr erfolgreichen und sehr nützlichen» Treffen in Helsinki Trump so gerne die Hand? Weil Putin ihn so leicht über den Tisch ziehen kann. Man denke nur über die Aussagen zur Ukraine, Krim oder der russischen Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf. Alles nur Fantasie?

Jürg W. Stalder, Kriens

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