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Salle Modulable gescheitert – und jetzt?

«Kantonsrat beerdigt die ‹Salle›», Ausgabe vom 13. September

Es gibt kaum ein besseres Beispiel für das Fiasko der bürgerlichen Luzerner Regierung als die Abfuhr mit der Salle Modulable. Aus dem Projekt hätte etwas Grosses entstehen können für das Luzern, das man sich wünschte. Hätte man bloss die Gesamtbevölkerung teilhaben lassen am Prozess und damit ein Wir-Gefühl entstehen lassen.

All die Millionen von oben herab wirken nur deplatziert. Das Debakel nahm seinen Anfang bei den letzten Wahlen, wo der ganze Bevölkerungsteil links der Mitte von den politischen Prozessen ausgeschlossen wurde, mit den arroganten Sparprogrammen von FDP und SVP. Mit Mitte-Links hätte es gereicht. Aber so lässt sich kein Kulturkompromiss bauen. Es gibt kein Wir-Gefühl mit den Almosen der Bestverdiener, die vorher an den Steuern weggespart wurden – Gelder, die den Musikschulen, den Regionalbuslinien, den Behinderten, den Berufsschulen weggenommen wurden. Die Bestverdiener täten gut daran, sich nicht nur um einen Kulturkompromiss, sondern auch um einen langfristigen Sozialkompromiss zu bemühen. Nur auf so einem Boden entstehen visionäre Projekte – so wie es das Luzern des Franz Kurz­meyer mit dem KKL gemeinsam mit allen Kreisen geschafft hat.

Urs Reutimann

Luzern

Vor dem Hintergrund des Sparprogramms musste es das Projekt Salle Modulable schwer haben. Doch erinnern wir uns: Mit viel Inbrunst verteidigte seinerzeit der Regierungsrat das Projekt Universität auf dem Kasernenplatz.

Das Projekt platzte. Und heute steht sie da, die Uni, hinter dem Bahnhof, an bester Lage. Manchmal muss etwas Wasser die Reuss runterfliessen. Der Gedanke eines zweiten kulturellen Leuchtturms, welcher aus Luzern strahlt, ist und bleibt bestechend. Und lässt sich durch einen einfachen Entscheid des Luzerner Parlaments nicht vertreiben. Kopf hoch.

Michael Egli, Alt Kantonsrat CVP, Beromünster

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