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Salle Modulable: Planen oder nicht?

«Sagt der Kantonsrat Nein, ist die ‹Salle› tot», Ausgabe vom 9. September

Am Montag entscheidet der Kantonsrat über den Planungskredit für die Salle Modulable. Bald steht im gleichen Rat eine Erhöhung des Steuerfusses im Kanton Luzern zur Diskussion. Anlässlich der Neuwahlen in den Kantonsrat hörte man von allen Kandidaten, das Volkswohl werde über allem stehen. Hält man sich nun daran, oder werden die Planungsmillionen bewilligt und kurz darauf dem Volk mehr Steuern aufgebürdet? Bei der letzten Steuererhöhung wurde die baldige Senkung versprochen, was nicht erfolgt ist.

Guido Kneubühler, Richenthal

Keine Frage: Luzern gehört mit dem KKL zur Champions League der nationalen und internationalen Kulturplätze. Unsere Vorfahren hatten vor 25 Jahren den Mut, dazu zu stehen und haben ein weltweit beachtetes Kunst- und Kulturzentrum errichtet. Das Haus wird rege benützt und steht einer vielfältigen Kultur- und Kongressszene zur Verfügung. Das hat sich gelohnt! Die ­nachgelagerte Wertschöpfung des KKL hat inzwischen bereits ein Mehrfaches seiner Investitionen nach Luzern gebracht.

Heute stehen wir vor der Entscheidung, ein äusserst grosszügiges Geschenk anzunehmen, um mit einer Salle Modulable einen neuen, einzigartigen nationalen und internationalen kulturellen Schwerpunkt zu setzen, aber auch Synergien der Luzerner Kulturszene zu bündeln. Ein Haus mit vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten. Es wird Luzern den Ligaerhalt in der Spitzenklasse sichern. Die Entscheidung dazu benötigt denselben Mut und dasselbe grossherzige, weit vorausschau­ende Denken wie vor 25 Jahren. Packen wir es an! Es ist auch heute noch möglich: Luzern zuliebe. Es wird sich lohnen.

Letizia A. Ineichen,

Parteileitung CVP Stadt Luzern

Denken eigentlich die Befürworter auch über den Tellerrand hinaus? Innert kurzer Zeit sind schon 40 Millionen Franken aus der Schenkung von Herrn Engelhorn ausgegeben worden. Für was? Auch wenn Private sich jetzt bereit­erklären, Kosten zu übernehmen – wie lange dauert es, bis dann doch wieder der Steuerzahler drankommt? Also: Hände weg.

Eleonore Katzenhofer, Weggis

Leserbriefschreiber Kurt Sidler (Ausgabe vom 3. September) schreibt, es würden über die Salle Modulable Fehlinformationen verbreitet. Aber er bringt gleich selber welche: Die Vorstellung, die Salle Modulable mache das Inseli bloss um 300 m2 kleiner, ist unrichtig. Sidler rechnet Verlust und vermeintlichen Gewinn von Grünfläche beim Umbau gegenseitig auf.

Ein Neubau wird aber auch ­Vorgelände benötigen, und die Anlieferung durch Sattelschlepper kann bestimmt nicht über eine Wiese erfolgen. In der Realität könnte der reine Fussabdruck der Salle, ohne Umgebungsflächen, bei 3700 m2 liegen. Das sind etwa 40 Prozent des Inselis. Zudem wird die Hälfte des Baumbestands vernichtet. Der Rest des Inselis wird dann von einem über 30 Meter hohen Haus verschattet werden, weil es unglücklicherweise im Süden der Parzelle liegt.

Dass ein englisches Ingenieurbüro, welches «Luzern» vermutlich zuerst googeln musste, die Standortanalyse erstellt hat, wird zum Waterloo für ein eigentlich sympathisches Bauvorhaben: Frei von jedem städtebaulichen Sachverstand und ohne jede architektonische Sensibilität wird ein Volumen platziert, das die raumdefinierende Gestalt des Luzerner Seebeckens zerstören wird. ­Diese ist nämlich durch eine Kette von lang gestreckten Grossbauten mit ähnlichen Gebäudehöhen definiert: «Tivoli», «Palace», «National», «Schweizerhof», Bahnhof, KKL und Inselibau. Der mehr als 50 Prozent höhere, solitäre Punktbau wäre ein grobschlächtiger Fremdkörper in dieser sorgfältig austarierten Silhouette. Ein Architekturwettbewerb wird das Erscheinungsbild nie retten können. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass der Situationsentscheid den Erfolg des Entwurfs grundlegend beeinflusst. Keine auch noch so starke Architektur wird je einen solchen situativen Missgriff überspielen können.

Martin Jauch, dipl. Architekt ETH SIA, Luzern

Wenn dieser Koloss Salle Modulable wirklich gebaut wird, dann bitte nicht auf dem schönen, noch grünen Inseli-Areal. Man entferne hinter dem Hotel Radisson 150 Meter Geleise, und schon hat man einen guten, zentralen Platz. Ist das nicht prüfenswert?

Markus Hofer, Meggen

Die Stadt und der Kanton Luzern können sich die Salle Modulable, wie sich die Protagonisten sie wünschen, nicht mehr leisten. Das Geld fehlt schlichtweg. Da nützt es auch nichts mehr, wenn dafür noch Geld gesammelt wird. Besser ist es, das Kleingewerbe zu unterstützen. Auch das ist Kulturförderung.

Ruedi Schweizer,

parteilose Schweizer, Obernau

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