Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Schienenlärm geht zurück

Zum Verlagerungsbericht des Bundes
Alf Arnold, Altdorf

Der Verlagerungsbericht des Bundesrates wird jedes Mal dicker. Dabei entgeht ein kleines Kapitel der Aufmerksamkeit, das es durchaus verdient hätte, beachtet zu werden: die Entwicklung des Lärms. Die Messungen an der Bahnlinie bei Steinen zeigen nämlich Erfreuliches. Von 2006 bis 2016 ist der Schienenlärm tagsüber von fast 77 auf ungefähr 72 Dezibel gefallen, in der Nacht von fast 77 auf rund 71 Dezibel. Obwohl von 22 bis 6 Uhr mehr als 90 Prozent der Züge Güterzüge sind, ist der Lärmpegel in der Nacht sogar tiefer als am Tag, und er wird in den nächsten Jahren weiter fallen! Der Grund dafür: Es verkehren immer mehr lärmsanierte Güterzüge ohne Graugussbremsen. Ab 2022 sind die Graugusssolen vollständig verboten.

Dabei erwähnt der Verlagerungsbericht noch nicht einmal, dass die Strecke Erstfeld–Bodio dank des Gotthard-Basistunnels inzwischen fast vollständig vom Bahnlärm entlastet ist. Auch wenn der Rückgang des Lärms an der Gotthard-Achse zu einem kleinen Teil auf eine Verschiebung des Verkehrs auf die Simplon-Achse zurückzuführen sein dürfte, so ist das Ergebnis doch beachtlich. In Wichtrach zwischen Bern und Thun sind die Werte nämlich ebenfalls massiv gefallen.

Die Entwicklung auf der Schiene kontrastiert stark zu derjenigen auf der Strasse, wo eine Stagnation festzustellen ist. An der A2 liegt die Lärmbelastung tagsüber noch immer je nach Standort um 10 bis 15 Dezibel höher als entlang des Schienenwegs. Nur dort, wo lärmarme Beläge eingebaut wurden, konnte der Lärm um rund 4 Dezibel gesenkt werden, was bereits eine massive Reduktion darstellt. Nach Einschätzung des Verlagerungsberichts könnten leisere Reifen den Strassenverkehrslärm um weitere 2 Dezibel reduzieren, sie sind aber kurzfristig nicht in Sicht. Umso wichtiger ist die Aufrechterhaltung des Nachtfahrverbots für Lastwagen.

Alf Arnold, Altdorf

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.