Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Schizophrene Situationen bei persönlichen Daten

«Datenschutz: Neues Gesetz fällt durch», Ausgabe vom 5. Mai
Karin Strässle,

Der Datenschützer will im Kanton Luzern mehr Geld für sein Büro. Der Umgang mit dem Thema Datenschutz grenzt in der heutigen Zeit an Schizophrenie. Einerseits geben Herr und Frau Schweizer jedes Detail ihres Lebens per Internet, Facebook, Instagram bekannt. Andererseits erhält eine Schülerin aus Datenschutzgründen noch nicht einmal die Mail- Adresse ihrer Lehrerin, um sich vom Unterricht abzumelden. Eine IV-Bezugsperson darf bis zum Toilettengang bespitzelt werden. Ein verurteilter Verbrecher wird im Fernsehen aus Datenschutzgründen verpixelt, um am anderen Tag in einer Boulevardzeitung aber in voller Schönheit dargestellt zu werden. Auch wird aus Datenschutzgründen vielfach die Ermittlungsarbeit der Polizei erschwert; es wird Täter- anstatt Opferschutz praktiziert. Wo, bitte, bleibt da die Verhältnismässigkeit? Datenschutz ja, aber bitte nur, soweit er auch dem Menschen dient und nicht lediglich einer Amtsstelle als Arbeitsbeschaffung.

Karin Strässle, Escholzmatt

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.