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Schlechter politischer Stil der Gemeinde

«Emmen: Beschwerde ver­zögert Schulbau», Ausgabe vom 23. Januar
Gerhard und Pia Ernst, Emmenbrücke

Als direkt Betroffene des Erweiterungsbaus ist es uns ein Anliegen, einige Fakten richtigzustellen. Dieser Erweiterungsbau war tatsächlich in früheren Plänen (1999) bereits enthalten. Diese sahen jedoch einen drei- und nicht einen vierstöckigen Bau vor.

Als schlechten politischen Stil erachten wir die Aussage der Behörde, dass wir mit unserer Einsprache der Gemeinde zusätzliche Kosten verursachen würden. Damit wäre für den Steuerzahler der Schuldige auf einfache Art gefunden.

Die Behauptung, die Bevölkerung sei immer einbezogen worden, stimmt so nicht. Sowohl an der Informationsveranstaltung für die direkt betroffenen Anwohner als auch an der Einspracheverhandlung wurden sämtliche Vorschläge und Einwände abgeschmettert. Es gäbe in keiner Weise eine Alternative zu den gegenwärtigen Plänen. Ein Einbezug der Bevölkerung sieht für uns etwas anders aus.

Ist die Arbeit der Verantwortlichen der Gemeinde mit genügender Sorgfalt erledigt worden? Diese Frage müssen sie sich gefallen lassen, wenn Schuldige für zusätzliche Kosten gesucht werden. Es ist zu billig, diese einfach den Beschwerdeführern anzulasten. Wir möchten betonen, dass wir nach wie vor an einem Gespräch interessiert sind. Den zusätzlich benötigten Schulraum stellen wir keinesfalls in Frage.

Gerhard und Pia Ernst, Emmenbrücke

Als betroffene Anwohnerin bin ich einmal mehr irritiert über die Aussagen seitens des Gemeinderats Emmen. Ich möchte festhalten, dass ich den Mehrbedarf an Schulraum in unserer Gemeinde anerkenne und mir stets bewusst war, dass sich dafür das Areal der Schulanlage Erlen anbietet. Die Gemeinde hat uns damals auf Anfragen versichert, dass wir maximal mit einem dreistöckigen Bau zu rechnen haben.

Nun stellt uns die Gemeinde an den Pranger und weist uns die Schuld für Mehrkosten und lange Schulwege für Schülerinnen und Schüler zu. Die erwähnte Einbindung oder eine offene Diskussion haben nie stattgefunden. Vielmehr wurden wir mit widersprüchlichen Aussagen abgespeist. Fragen wurden abgeblockt. Wir haben Einsprache erhoben, weil sich der geplante Neubau nicht in die bauliche und landschaftliche Umgebung des Quartiers eingliedert. Dieser überragt die bestehenden Gebäude der Schulanlage um ein ganzes Stockwerk. Ein dreistöckiger Holzpavillon soll an höchster Stelle des Areals auf einen einstöckigen Betonbau gestellt und zusätzlich mit einem Treppenhaus ergänzt werden. Dieser unästhetische Material- und Farbenmix wertet sowohl die bestehende Schulanlage als auch das Quartier ab.

Interessanterweise hat die Gemeinde Emmen 2011 aus Gründen des Landschaftsbildes Einsprache gegen unseren Bau erhoben. Unser dreistöckiges Gebäude musste folglich tiefer gesetzt werden. In unseren Augen wird nun das Gleichheitsgebot verletzt. Seitens Gemeinderat hiess es dazu jedoch nur: «Wir dürfen halt!»

Im Artikel wird suggeriert, dass Kinder aus dem Erlenquartier wegen der Einsprache ins Rüeggisingen-Schulhaus verlegt werden müssen. Aufgrund der letzten veröffentlichten Schulraumplanung wird für das Quartier nur wenig zusätzlicher Schulraum benötigt. Es kann wohl eher davon ausgegangen werden, dass die zusätzlichen 300 Schülerinnen und Schüler primär aus anderen Quartieren kommen und für überfüllte Emmen-Busse und weitere Elterntaxis auf der Erlenstrasse sorgen werden.

Esther Burri,

Emmenbrücke

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