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Schlund: Den Löwenanteil bezahlte damals der Bund

«Wo Grau auf Grün trifft», Ausgabe vom 13. Juli
Martin Senn, Dipl. Ing. Eth/Sia,

Es ist richtig, dass der Kreisel Schlund ein Teil des Ausbau­projektes der A2-Erweiterungsbauten war. Aber im Verhältnis zu den erwähnten 666 Millionen beanspruchte der Kreisel Schlund nur einen Anteil von rund 5 Prozent! Die wenigsten Leser kennen heute noch den Umfang des damaligen Grossprojektes, deshalb erlaube ich mir, es in Erinnerung zu rufen.

Vom Grosshof bis zur Kantonsgrenze Nidwalden waren es mindestens 20 Projektteile, die mit Bundesgeldern erstellt und saniert wurden.

Neben der gesamten Sanierung und Erweiterung der Autobahn A2 mit den Tunneln Schlund und Spier wurden auch die Bäche naturnah gebaut und mit Hochwasserrückhaltebecken versehen und die Zubringer Süd, Zentrum und Nord (heute Ringstrasse) mit den Kreiseln als Erschliessungsanlagen für die Baugebiete erstellt. Beim Haltiwald wurde sogar, den meisten unbekannt, eine Ökobrücke gebaut. Das gesamte Projekt wurde vom Bund finanziert, für den Kanton Luzern verblieben von diesem «kostspieligen» Projekt weniger als 100 Millionen Franken, verteilt auf zehn Jahre Bauzeit! Erschwerend und kostenintensiv war auch die von Bundesrat Ogi verordnete Auflage, während der gesamten Bauzeit den vierspurigen Verkehr auf der Autobahn aufrechtzuerhalten.

Entgegen den Schlagworten der Grünen, die von Kulturlandverschleiss und Zubetonierung der Landschaft sprachen, waren es bei diesem Grossprojekt die Behörden und die Planer, die einen maximalen Lärmschutz für die Menschen und einen Kulturlandgewinn über der eingedeckten Autobahn für die Allgemeinheit ermöglichten. Ich war wohl mit meinem Büro der Initiant des Kreisels Schlund, aber schlussendlich waren es über ein Dutzend Ingenieurbüros, mehrheitlich aus der Region, die an diesem erfolgreichen Projekt beteiligt waren.

Martin Senn, dipl. Ing. ETH/SIA,

Kriens

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