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Schöne Worte, um ein schlechtes System zu verteidigen

«Stadt Luzern: Sek-Schulversuch wird weitergeführt», Ausgabe vom 30. Juni
Stephanie Baumann, Luzern

Verlierer dieses Sek-Schulversuchs sind die A-Schüler sowie die C-Schüler. Die Niveauunterschiede sind gerade in den Fächern Mathematik und Deutsch derart gross, dass für die einen der Unterricht zäh wie Kaugummi ist, während sich andere Schüler ausklinken, weil sie nicht mehr mitkommen. Das System wurde den Eltern als «durchlässig» angepriesen. Fakt ist jedoch, dass auf dem Niveau A keine Förderung stattfindet und niemand garantieren kann, ob mit diesem System ein Niveau erreicht wird, dass nach zwei Jahren Sekundarschule an das Kurzzeitgymnasium gewechselt werden kann. Die Argumente der Integration und des Klassenzusammenhalts sind nur schöne Worte, um dieses System zu verteidigen. Fakt ist, dass sich die Schüler in der Klasse Kollegen und Freunde aussuchen, welche auf dem gleichen Niveau sind. Integration sei ein Trend im Bildungswesen, sagen die Linken im Stadtparlament. Aufgrund der Veränderungen in der Berufswelt und der Digitalisierung sollte der Trend dahin gehen, dass jeder auf seinem Niveau und für sein Talent gefördert wird. Das bis anhin gut funktionierende duale Bildungssystem wird unter diesem Pilotversuch leiden. Mit dem aktuellen Sek-System in der Stadt Luzern ist es nur verständlich, dass Eltern ihre Kinder an die Kantonsschule schicken statt in die Sekundarschule mit anschliessender Berufslehre. Diese guten Schüler fehlen dann bei der Besetzung von Lehrstellen. Zudem ist fraglich, was mit C-Schülern passiert, welche aufgrund dieser Unterrichtsform den Anschluss verpassen. Was heute an der Schule gespart wird, wird vermutlich in ein paar Jahren mit Brückenangeboten und Sozialhilfe bezahlt werden müssen.

Stephanie Baumann, Luzern

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