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Schule auf dem Holzweg

«Gemischte Klassen sind im Trend», Ausgabe vom 30. April

Die Volksschule hat den Auftrag, sich in den Dienst des Volkes zu stellen. Die Schüler sollen dereinst in der Lage sein, die Geschicke unseres Landes unter gleichwertigen, mündigen Bürgern gemeinwohlbezogen zu lenken. Das bedingt entsprechende Bildungspolitik, aber – neben der elterlichen Fürsorge – auch breiteste Geistes- und Gemütsbildung durch vernünftig ausgebildete Lehrerpersönlichkeiten.

Jedes Kind verdient es, ein Höchstmass an Wissen und Können vermittelt zu bekommen. Jedes muss sich frei und zunehmend selbstständig ein Bild machen können von allem, was uns als Menschheit auf dieser Welt betrifft. Das ist doch selbstverständlich? Ist es aber nicht mehr! Wenn heutige Bildungsverwaltungen mit eiserner Hand vorgeben, Lehrkräfte hätten sich in den Hintergrund zu stellen, hätten das Bildungsgeschehen im Klassenzimmer an die Kinder zu delegieren und, wenn auch unausgesprochen, somit der Willkür preiszugeben, verlässt die Volksschule ihren eigentlichen staatspolitischen Auftrag. Ob sich das nun altersdurchmischtes Lernen AdL oder selbst organisiertes Lernen SoL oder Wochenplan oder individualisierter Unterricht (nicht zu verwechseln mit individueller Hilfestellung am Kind, was fähige Lehrer seit Generationen selbstverständlich praktizieren) nennt, ist einerlei.

Wenn Lernen vom gemeinschaftlichen, zielgerichteten Erforschen der Lebensrealität wegführt, ist die Schule auf dem Holzweg. Wenn die Schule nicht mehr auf ein relevantes Lernziel hin anleitet und arbeitet, ist die Lebenszeit einer weiteren Schülergeneration in den Sand gesetzt. Mit der Mahnschrift «Einspruch» haben sich endlich auch linksliberale Persönlichkeiten in den längst fälligen Bildungsdiskurs eingeschaltet.

Claudia Meier-Preuschoff, Oberkirch

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