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So entwickelt sich eine Zweiklassengesellschaft

«Zuger Nummernschilder unter dem Hammer», Ausgabe vom 22. Dezember
Philippe J. Zihlmann, Zug

Es erstaunt, dass auch der wohlhabende Kanton Zug nun wie auf dem Jahrmarkt mit allem Möglichen versucht, Geld zu verdienen. Autonummern sollen zukünftig versteigert werden – wenn schon, denn schon!

Somit fördert der Kanton klar und deutlich eine Zweiklassengesellschaft. Moralische Werte wie etwa die Gleichbehandlung werden offensichtlich von führenden Politikern mit Füssen getreten. Es ist offenbar bei der Zuger Regierung angekommen, Menschen, die besondere Sympathie wegen ihres Geldes erwecken und sich bereits fast alles leisten können, beim Erwerb eines Autokennzeichens dabei einen Vorteil zu gewähren. Gerechtigkeitssinn ist auf jeden Fall eine Charakterhaltung. Möglich, dass auch bald während der Stosszeiten auf stark befahrenen Strassen der Besserverdienende durch Ersteigerung eines Jahrestickets sich eine ganze Fahrspur freikaufen kann, um dann rascher nach Hause zu kommen.

Das Fazit: Autoschilder sollen weiterhin an Fahrzeughalter frei und ohne Lotterie zugewiesen werden. Das ist Fairness, die dem Bürger zusteht. Es schmerzt, die Erkenntnis zu haben, dass unsere Gesellschaft entzweit wird.

Philippe J. Zihlmann, Zug

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