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So geht die Rechnung nicht auf

Zur Rentenreform 2020, eidgenössische Abstimmung am 24. September

Er: «Schatz, wir geben zu viel Geld aus und müssen sparen!» Sie: «Okay, dann lass uns künftig günstigere Ferien machen.» Er: «Super, aber dafür gehen wir die nächsten 20 Jahre neu jeden Monat teuer essen.» Sie: «Toller Vorschlag, so kriegen wir unser Budget in den Griff!»

Klingt absurd? Genau so funktioniert aber die sogenannte Reform unserer Altersvorsorge. Die Erhöhung der AHV-Renten um monatlich 70 Franken kostet jährlich 1,37 Milliarden Franken und macht einen Grossteil der Reform gleich wieder zunichte. Das ist verantwortungslos und kurzsichtig! Ein Nein am 24. September ebnet den Weg für eine nachhaltige Sanierung unserer Altersvorsorge.

Patrick Mollet, Vizepräsident FDP Kanton Zug, Walchwil

Im parlamentarischen Prozess sind die Interessen der Jungen ungenügend vertreten. Nur so lässt es sich erklären, dass wir im September über eine AHV-Scheinreform abstimmen müssen, die das Problem der Unterfinanzierung massiv verschlimmert, anstatt den Missstand zu korrigieren. Offensichtlich fürchten die gewählten Politiker nicht, für dieses Verbrechen an den Jungen abgestraft zu werden.

Das Bundesamt für Sozialversicherungen stellt klar, dass bei einer Annahme die AHV schon 2027 wieder Milliardendefizite ausweisen müsste. Dies kann man getrost als eiskalten Raubbau an den Jungen sowie den kommenden Generationen bezeichnen. Bis im Jahre 2030 die vollen Auswirkungen der Scheinreform zu Buche schlagen, werden wohl die meisten der 101 Nationalräte, welche sich für die Vorlage ausgesprochen hatten, politisch pensioniert sein. Vielleicht erklärt dies den tollkühnen Wurf im Sinne von «Nach mir die Sintflut!» Legitimieren tut es diesen aber in keinster Weise.

Normalerweise möchte doch jeder, dass es seine Kinder und Enkel einmal besser haben werden. Diese Vorlage tut das Gegenteil. Sie verursacht ein finanzpolitisches Desaster für die kommenden Generationen. Mit Blick auf die aktuelle demografische Entwicklung müssen unsere Sozialwerke schnellstmöglich richtig saniert werden. Wir stehen unmittelbar vor einem Kollaps. Nur mit einem Nein zur AHV-Abstimmung im September übernehmen wir nachhaltig die Verantwortung und verhindern den Super-GAU. Damit erzwingen wir eine Sanierung der Sozialwerke, die diesen Namen verdient.

Marcel Peter, Kantonsrat FDP, Neuheim

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