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Soll man den Fall wirklich weiterziehen?

«Fall Malters: Berufung wird wahrscheinlicher», Ausgabe vom 30. Juni
Urs Flury, Walchwil

Letzte Woche wurden der Kommandant der Luzerner Polizei, Adi Achermann, und der Kripo-Chef Daniel Bussmann vom Gericht bezüglich «vorsätzlicher Tötung» frei­gesprochen. Der Staatsanwalt, aber auch der Anwalt des Sohnes, scheinen den Fall nun weiterziehen zu wollen. Dass der Staatsanwalt sich diese Überlegungen macht, ist wichtig und richtig, denn es gilt, die Wahrheit zu finden – und die Öffentlichkeit sollte weiterhin unbedingt Vertrauen in die Polizei haben. Aber wenn der Sohn und der Anwalt der Verstorbenen nun diesen Fall auch weiterziehen wollen, so stellen sich da schon ein paar Fragen: Wer hat die bisherigen Gerichts- und Anwaltskosten dieses Sohnes bezahlt? Ist das etwa durch die Steuerzahler geschehen? Warum wird der Sohn der Verstorbenen nicht auch zur Rechenschaft gezogen? Er hat ja als Beistand die Mutter vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb versteckt. Er hat die Mutter mit einer Pistole versorgt, obschon er wusste, dass sie depressiv war. Er hat sie in dem Haus seiner Hanfplantage platziert, obschon er wusste, dass da mit Besuch der Polizei zu rechnen war. Er ist doch eigentlich derjenige, der mit seinem Verhalten den Tod seiner Mutter geradezu heraufbeschworen hat. Und nun kommt dieser Sohn und klagt auch in zweiter Instanz unsere Polizeiorgane an. Das ist schwer zu verstehen. Trotz allem, es gibt uns auch die Gewissheit, dass wir in einem funktionierenden Rechtsstaat leben. Unzufrieden über diesen Zustand darf die Öffentlichkeit dennoch sein. Und hoffen, dass da jemand den Mut hat, auch den Sohn zur Rechenschaft zu ziehen.

Urs Flury, Walchwil

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