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Leserbrief

Sommer 2018: Bedrückend stiller 1. August und Wasserverschwendung im Garten

Zum Feuerwerksverbot am 1. August und zur grossen Trockenheit

«Stille Nacht – 1.-August-Nacht – alles schläft – nichts macht Krach!» Wir sitzen am 1. August, unserem Nationalfeiertag, auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Zentralschweiz. Es ist so circa 22.30 Uhr, und es ist sommerlich warm. Ein wunderschöner Sommerabend. Wir lauschen beklemmt der Stille, die fast unheimlich wirkt!

Wo ist es? Das freudige, aufgeregte, temperamentvolle und begeisterte Herumtoben der Kinder, die sich dem Zauber der grossen und kleinen Feuerwerke nicht entziehen können. Keine grossen Feuerwerke, keine farbigen bengalischen Zündhölzer, welche umher geschwenkt werden. Keine Sternenzauber, welche aus Zuckerstöcken (Vulkanen) in die Höhe sprudeln. Keine Luftheuler, die uns an die Feierlichkeit des Tages erinnern, keine bunten und glitzernden Feuerkreise, die von Sonnen im Kreis herumgeworfen werden, ja noch nicht einmal die harmlosen und so schön leuchtenden Lampions auf den Balkonen waren zu sehen.

Das gesamte, doch so kinderreiche Quartier, feierte Nationalfeiertags-Absenz pur! Es war eine Stille, die uns reiferen Leute, zum Nachdenken anregte. Noch nie in meinen über 60 Jahren habe ich als Schweizer eine solch ruhige 1.-August-Feier erlebt. Erinnerungen, wie wir als Kinder aufgeregt, unter Aufsicht der Erwachsenen, die kleinen Feuerwerke ablassen konnten und dann voller Freude das leuchtende und knallende Spektakel mitverfolgten, stiegen in uns auf. Und auch ein wenig Wehmut!

Fragen schiessen durch den Kopf. Hat der Klimawandel nun auch unseren Nationalfeiertag, den 1. August, erreicht und beeinflusst ihn dermassen? Wie sieht dieser Tag in Zukunft aus? Kann man ihn überhaupt noch zelebrieren respektive feiern? Gut, ein paar Halter von schreckhaften Haustieren sind froh über diese Ruhe.

Doch auch sie waren doch einmal Kinder und haben wohl das eine oder andere bengalische Zündholz oder einen Lady-Cracker (Frauenfurz) angezündet und sich darüber gefreut! Vielleicht können unsere Kinder einst ihren Kindern in Museen anhand von Bildern und Raketen hinter Glasvitrinen erzählen, wie frei und unbeschwert ihre Grosseltern als Kinder und Erwachsene früher in der Schweiz unseren 1. August gefeiert haben.

Urs Salathé, Emmenbrücke


In letzter Zeit liest man immer öfter, dass überall das Wasser knapp wird, und dass Gemeinden dazu auffordern, den Wasserkonsum auf das Nötigste zu beschränken. Doch was sieht man jeden Abend, wenn man umherschaut? Menschen, die stundenlang mit ihrem Gartenschlauch Sträucher giessen und Rasen sprengen. Das ist Egoismus pur in meinen Augen. Wann kommt endlich ein Verbot mit entsprechender Busse für unnötiges Rasensprengen und Sträuchergiessen? Und das gerne ab sofort! Ich plädiere für die Zukunft eine Pro-Kopf-Wassermenge, die einem pro Jahr zum normalen Preis zusteht. Wenn man mehr verbraucht, muss das Wasser deutlich mehr kosten – denn einige Menschen lernen wohl erst dann mit unserem kostbaren Gut – dem Wasser – ressourcenorientiert umzugehen. Landwirte, die ihre Tiere und ihr Land versorgen müssen, sollen dies weiterhin tun können.

Christine Schmitz Brügger, Gunzwil

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