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Spange Nord: Wer wird sie dereinst nutzen?

«Anwohner gegen Spange Nord», Ausgabe vom 1. Mai
Urs Brücker, Kantonsrat Glp,

Der Bypass bringt, insbesondere durch den Ausbau der A14 auf drei Spuren bis Buchrain, tatsächlich Entlastung – auch für die Innenstadt. Dies vor allem, weil heute bei Verkehrsüberlastung oder Unfällen der Durchgangsverkehr durch das Stadtzentrum ausweicht. Mit dem Bypass und der bestehenden, künftigen «Stadtautobahn» wird die Kapazität für die Umfahrung des Zentrums entscheidend verbessert.

Für was oder wen die Spange Nord hingegen gut sein soll, ist für mich schleierhaft.

Grundsätzlich macht der Durchgangsverkehr etwa von Ebikon bis Kriens, von Kriens bis Emmen oder von Meggen bis Horw nur etwa 20 Prozent des motorisierten Individualverkehrs (MIV) durch die Stadt aus. Das eigentliche Problem sind der Binnenverkehr in der Stadt und die Autofahrer, die in die Stadt hinein und aus ihr heraus wollen – für Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Wer zum Beispiel von Horw oder Kriens nach Ebikon oder Emmen fährt, tut dies schon heute nicht über die Seebrücke, sondern über die Stadtautobahn. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, wer auf der Spange Nord fahren soll.

Vor allem die Rontaler Gemeinden weibeln für das Projekt. Die Autofahrer aus dem Rontal werden aber auch mit der Spange Nord kaum über den Schlossberg auf die Autobahn fahren. Dies, weil die grossen Arbeitsplatzgebiete, aber auch die grossen Entwicklungsgebiete in Ebikon viel näher am Rontal-Zubringer liegen als beim Schlossberg.

Wenn dann – wider erwarten – doch alle Rontaler via Schlossberg auf die Autobahn wollen, wird es zu massiven Staus auf der Maihofstrasse und auch auf der Zürichstrasse kommen – mit Auswirkungen bis zum Schweizerhof/Schwanenplatz und auf die Haldenstrasse (ab Dietschiberg bis Luzernerhof).

Hand aufs Herz – die Spange Nord soll nur deshalb realisiert werden, weil der Rontal-Zubringer von Anfang an zu klein dimensioniert war. Das Übel an der Wurzel anpacken, hiesse, diesen auszubauen und nicht eine Spange Nord, die mehr Probleme schafft als sie löst!

Urs Brücker, Kantonsrat GLP, Meggen

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