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Stadt Luzern: Vierspurige Strasse ist für die Quartierbewohner nicht zumutbar

«Spange Nord: Stadt hält an ihren Forderungen fest», Ausgabe vom 15. Dezember
Marc-André Roth, Präsident Quartierverein Hochwacht, Luzern

Das von der Regierung überarbeitete Projekt zur Spange Nord erachtet der Quartier­verein Hochwacht als starken Eingriff in den Lebensraum der Quartierbevölkerung. Wir betrachten ihn als bewohner- und quartierunverträglich. Der etwas längere Tunnel beim Friedental dient zwar dem Anliegen der Denkmalpflege. Für Tausende von lebenden Stadtbewohnerinnen und -bewohner bleibt es aber bei den bekannten Beeinträchtigungen durch den Verkehr. Die negativen Auswirkungen einer vierspurigen oberirdischen Hauptverkehrsachse sehen wir in Ebikon.

Fakt ist auch, dass mit der Spange Nord der Pausen- und Spielplatz Maihof verkleinert wird. Der Grosskreisel am Schlossberg birgt das Risiko von Umwegverkehr.

Rad- und Fussverkehr sollen sich auf verschiedenen Abschnitten des Projektes die Fläche teilen, und dies teilweise noch unter beengten Verhältnissen. Die gegenüber dem Vorprojekt noch verbreiterte Fluh­mühlebrücke liegt zwar ausserhalb des Quartiers, sie wird aber als mit dem Landschaftsbild unverträglich beurteilt und abgelehnt. Trotz Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum sind die Verkehrszahlen auf der Seebrücke rückläufig.

Das zeigt, dass die Mobilitätsbedürfnisse intelligenter angegangen werden können und auch sollen.

Der Vorstand des Quartiervereines Hochwacht stellt sich heute auf den Standpunkt, dass auf die Spange Nord verzichtet werden soll.

Marc-André Roth, Präsident Quartierverein Hochwacht, Luzern

Es ist unbestritten, dass die Stadt und die Agglomeration Luzern im Verkehr zukunfts­gerichtete Anpassungen vornehmen müssen. Sie dürfen jedoch nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchgeboxt werden. Die Spange Nord wird von grossen Teilen der Bevölkerung abgelehnt. Deshalb überrascht es, dass das Kantonsparlament nun trotzdem einen Sonderkredit für ihre Planung bewilligen möchte. Kein vernünftiger Mensch würde 6,5 Millionen Franken aus dem Fenster werfen, wenn er befürchten müsste, dass das Geld in den Sand gesetzt wäre. Das Kantonsparlament scheint die Verhältnisgrössen verloren zu haben. Es sei daran erinnert, dass der Kanton die Kantonsbeiträge von jeweils jährlich rund 50000 Franken an den Verband Luzerner Volkshochschulen (VLV) gestrichen hat. Dies bedeutete das Todesurteil für diese altehrwürdige Institution, welche während 70 Jahren wertvolle Dienste im ganzen Kanton Luzern leistete. Der grösste Teil der Kantonsbeiträge wurde jeweils an die einzelnen Volkshochschulen weiter­geleitet. Für einzelne, vor allem kleinere Volkshochschulen, ist dieser Beitrag sogar überlebenswichtig gewesen. Jetzt kann aber offenbar locker ein Sonderkredit für ein fragwürdiges Projekt gesprochen werden, der 130 Mal höher ist als der gestrichene Beitrag an den VLV.

Begrüssenswert ist die Stellungnahme des Stadtrates, wonach die Projekte Bypass und Spange Nord zu entkoppeln seien. Zukunftsgerichtete Pläne für die Stadt und die Agglomeration Luzern sind vorhanden. Es geht hier weniger um links oder rechts, sondern um ein Problem, das wir nur gemeinsam lösen können.

Hans-Ruedi Brunner, Luzern

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