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Stadt Luzern: Wer schuld ist an der Verkehrsmisere

Zu den Verkehrsproblemen der Stadt Luzern

Man hört gelegentlich den Vorwurf, Luzern Tourismus (LT) sei schuld an der Verkehrsmisere in Luzern. Ganz im Gegenteil. LT mach einen hervorragenden Job. Seine Akteure sichern erfolgreich ihre Anteile am umkämpften Weltmarkt und damit Beschäftigung und Einkommen für eine wichtige Branche in der ganzen Region Luzern-Vierwaldstättersee-Zentralschweiz. Für die Regulierung des Car-Tourismus leisten sie Eigeninitiative, taugliche Lösungsbeiträge und -vorschläge. Das verdient zunächst einmal Anerkennung und Dank.

Dass Luzern zunehmend im Verkehr erstickt, hat ganz andere Gründe, nämlich die Ignoranz und Unfähigkeit der zuständigen Politiker, die Probleme in der richtigen Dimension zu sehen und Lösungsansätze mit Weitsicht zu verfolgen. Seit Jahren, ja, Jahrzehnten, beschränkt man sich auf Verleugnung, Verdrängung, Verzögerung oder einfach nur auf Verlagerung der gesamten Verkehrsprobleme. Man beschränkt sich auf «Pflästerli-Politik», die einstweilen die Verkehrsprobleme nur verschärft.

Die Bevölkerung und deren Mobilitätsbedürfnisse wachsen indessen stets weiter. Zukunftsfähige, weitsichtige Lösungen sehen anders aus. Man wird um die zusätzliche Nutzung von Untergrund nicht herumkommen. Die Metro braucht es zum Beginn, den Durchgangsbahnhof im Anschluss, ein Verbindungsnetz zur Vollendung. Nur so wird auf die Dauer gewünschte Mobilität und Lebensqualität für Bewohner und Besucher gewährleistet.

Dringend müssten heute grundlegende Weichen gestellt werden. Doch die heute verantwortliche und agierende Politik in der Stadt zerstört Anstrengungen und Illusionen. Hilfe könnte vielleicht ein für die Agglomeration konsequent agierender Kanton bringen. Ansonsten verbleiben nur die Hoffnungen auf die nächsten Wahlen, wo es denn heissen müsste: Mehr Köpfe in den Stadtrat, die das Defizit an Führung durch Erfahrung und Persönlichkeit – also Führungsfähigkeit auch in Widerstandssituationen – ersetzen. Und: Mehr Köpfe ins Parlament, welche mit Sachkenntnis und der Fähigkeit zum Kompromiss harte, fundamentale Haltungen zu überwinden in der Lage sind.

Das ist die zentrale Verantwortung und Chance der Stimmbürger, hoffentlich, bevor sie ganz im Verkehrssumpf versinken.

Rudolf Freimann, Luzern

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