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Leserdebatte

«Suizidhilfe darf nicht zur gesellschaftlichen Norm werden»

Zu den Leserbriefen «Sterbe­hilfe: Das Leben gehört jedem Einzelnen», Ausgabe vom 20. Oktober

Jeder erblickt das Licht der Welt mit der Hilfe der Hebamme oder des Arztes, ohne, dass er oder sie mitbestimmen kann, wann und wie er geboren wird. Das Leben wird ihm geschenkt. Nun soll der Arzt auch beim Suizid tätig werden. Wie geht das? Die Richtlinien für den begleiteten Suizid sollen liberalisiert werden, neu sollen auch alle, die unerträglich leiden, sogar Kinder und Jugendliche, Sterbehilfe in Anspruch nehmen können. Will man den Sterbetourismus in der Schweiz fördern? Vor nicht allzu langer Zeit kam ein australischer Professor zum Sterben in die Schweiz. Die Weltmedien waren dabei. Gelegentlich stellt man bei einem schwer kranken Menschen, der nur noch durch Maschinen lebt, diese ab. So leistet man passive Sterbehilfe. Das kann man verstehen und akzeptieren. Eine aktive Sterbehilfe ist aber abzulehnen. Wie soll ein Arzt einem Patienten bei der Beendigung seines Lebens helfen, wenn sein Beruf bedeutet, Krankheiten zu heilen, Leiden zu lindern und Leben zu retten? Die Suizidhilfe darf nicht zu einer gesellschaftlichen Norm werden. Sie darf nur passiv, sehr selektiv und sehr selten ausgeführt werden. Wer über seine Geburt nicht entscheiden kann, kann auch nicht über seinen Tod entscheiden.

Ahmed M. El Ashker, Grosswangen


Die Leserbriefe von Frank Achermann und Michael Lange dürfen nicht unwidersprochen bleiben.

Dies vorab: Wir wurden mit Entscheidungsfreiheit geschaffen. Dass wir auch selbst entscheiden können, ob wir uns selbst umbringen (lassen?) wollen oder nicht, ist daher konsequent. Wir tragen dafür aber die Konsequenzen. Offensichtlich wollen die beiden Verfasser mehr, als dies zu bestätigen, denn mit einer Tolerierung der Aktivitäten von beispielsweise Exit, besteht diese Entscheidungsfreiheit schon heute. Michael Lange lässt über das Mehr keinen Zweifel offen. Er schreibt: «Wenn ein Mensch sterben möchte, ist eine Person, die das entsprechende Wissen hat, verpflichtet, ihm dabei zu helfen, natürlich mit dem nötigen Respekt vor dem Leben und dem Wunsch des Sterbewilligen.»

Wollen wir allen Ernstes Menschen dazu verpflichten, anderen beim Selbstmord behilflich zu sein? Und dies wenn möglich in unseren Spitälern durch dort angestelltes Personal?

Helmut Agustoni, Ebikon

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