Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Tennisclub Zug: Ein getrübtes Jubiläumsjahr

«Tennisclub bangt weiter um Plätze», Ausgabe vom 27. Februar
Felix Koch, Mitglied Tcz, Baar

Ein herzliches Dankeschön gebührt Gemeinderat Rainer Leemann, der mit seiner Interpellation an den Stadtrat versucht, die längst fälligen Fragen rund um die Zukunft des Tennisclubs Zug (TCZ) im Göbli zu klären.

Als langjähriges Mitglied des Tennisclubs Zug finde auch ich, dass es an der Zeit ist, dass der Stadtrat endlich klarstellt, wohin die Reise mit dem TCZ geht. Vor einiger Zeit – das Grundstück war noch im Besitz der Korporation – sah sich der Vorstand mit der Frage konfrontiert, das mehr als fünfzigjährige, auf einfachste Weise erstellte Clubhaus zu renovieren oder ein neues Clubhaus zu erstellen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit kam man zum Schluss, ein neues Clubhaus zu bauen. Das Projekt wurde vom Baudepartement der Stadt Zug bis zum Baugesuch positiv begleitet. Dann kaufte die Stadt das Grundstück der Korporation und alles änderte sich: Kein Neubau mehr, keine Pachtvertragsverlängerung mehr, alles nur noch vage Äusserungen, was die Zukunft betrifft! Wurde noch ein Jahr zuvor unter finanzieller Mithilfe der Stadt für mehr als eine halbe Million die längst fällige Platzerneuerung durchgeführt, wollte die Stadt nun keine verbindlichen Aussagen mehr über die Zukunft der Tennisplätze im Göbli machen. Auf vermehrten Druck und Nachfragen hin erreichte uns das mündliche Versprechen vom Stadtrat, es gäbe in der «Sportmeile» Möglichkeiten für eine Umsiedlung des Tennisclubs. Offenbar hat aber der Stadtrat ein Versprechen geäussert, ohne die konkreten Abklärungen zu treffen. Auf dem eingezonten Bereich der Sportmeile ist kein Platz mehr vorhanden, eine Einzonung scheint in absehbarer Zeit ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Und zu guter Letzt ist die Landeigentümerin, die Korporation Zug, nicht über ein solches Ansinnen orientiert! Obwohl mit dem Kahlschlag der 50- jährigen Naturhecke rund um die Tennisplätze die Aussicht auf dreiseitigen Strassenverkehr die Qualitäten des Standortes Göbli sehr stark geschmälert wurden, schätzen die Mitglieder den Standort wegen der optimalen Lage, der guten Erschliessung und nicht zuletzt wegen der getätigten Investitionen an Clubhaus und Plätzen (in den letzten Jahren gegen eine Million Franken). Seit Jahrzehnten wird im TCZ mit grossem Engagement und Erfolg Juniorenförderung betrieben. Nun ist dieser wichtige Aspekt unseres Vereins in Frage gestellt. Nicht nur Interpellant Leemann wartet auf die Beantwortung der Interpellation. Auch 400 aktive Mitglieder und 250 Junioren möchten in dieser wichtigen Frage Klarheit haben.

Felix Koch, Mitglied TCZ, Baar

Wie man der Presse entnehmen konnte, bestehen verschiedene noch nicht definitive Pläne, das Areal des Tennisclubs Zug im Göbli anderweitig zu nutzen bzw. zu überbauen. Der Tennisclub Zug feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Heute frönen 400 Mitglieder und 250 Junioren aus den verschiedensten Nationen mit 10 Interclubmannschaften, unterstützt durch 2 Tennistrainer und diverse Assistenztrainer, auf neun Plätzen dem Tennissport auf der idyllischen Anlage im Göbli. Auf diese Saison stiessen durch die Fusion mit dem TC Siemens, der aufgrund von Bebauungsplänen seine Plätze aufgeben musste, weitere 60 Mitglieder zum Tennisclub Zug. Um Kontinuität zu gewährleisten, tätigte der TCZ langfristige und kostenintensive Investitionen – 2011 wurde beispielsweise teilweise auf Allwetterplätze umgestellt, deren Lebensdauer gemäss Hersteller bis 40 Jahre sein soll. 2016 kamen die Renovation und Neueinrichtung des Clubhauses hinzu. Der TC Zug wurde bei diesen Projekten jeweils von der Stadt Zug grosszügig finanziell unterstützt. Der Bau von zwei Paddelplätzen, die Sanierung der Trainerräume sowie Flutlichtbeleuchtung auf drei weiteren Plätzen sollen nun zeitnah folgen. Eigentlich sollten diese Zahlen Freude bereiten beim Zuger Traditionsverein. Eigentlich ... Doch die Pläne der Stadt Zug und die vielen offenen Fragen zur Zukunft des Tennisclubs bringen Unruhe ins Clubleben. Was sind die möglichen Konsequenzen für den TC Zug? Fakt ist, dass die Unverbindlichkeit seitens der Stadt Zug den Tennisclub im luftleeren Raum lässt und ihn zum Planungsstopp zwingt. Klare Zusagen und Fakten, wie und wo es mit unserem Club weitergeht, sind dringend benötigt, damit der Alltag im Göbli wieder Einzug halten und der Tennissport wieder ins Zentrum rücken kann. Der Stadtrat ist nun endlich gefordert, Farbe zu bekennen und akzeptable Lösungen zu präsentieren. Die Frage drängt sich auf: Wird hier der Tennisclub Zug nicht stiefmütterlich behandelt verglichen mit anderen Zuger Sportvereinen, welche auch in der Aktivensport- und Juniorenförderung sehr engagiert sind?

Michael Limacher, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.