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Todesangst wegen eines Zimmernachbarn

«St. Urban: Tödliches Drama in Klinik», Ausgabe vom 15. April
Erich Hochstrasser, Emmenbrücke

Ein Vorfall wie in der Luzerner Psychiatrie in St. Urban könnte sich auch in einem normalen Spital ereignen. Vor einigen Jahren musste ich mich im Kantonsspital Luzern einer Operation unterziehen. In das Zweibettzimmer wurde mir ein Patient zugeteilt, der offenbar verwirrt war. In der Nacht ist er mehrmals aufgestanden und in der Dunkelheit des Zimmers herumgegeistert. Jeweils morgens um vier Uhr ist er aufgestanden mit den Worten, er müsse jetzt die Kühe melken. Richtig schlimm wurde es eines Morgens, als ich mit einem Chlapf aus dem Schlaf gerissen wurde. Hinter dem gezogenen Vorhang hat sich etwas ohne Rücksicht auf mich auf mein Bett gesetzt, sodass ich beinahe abgerutscht wäre. Ich wusste nicht, was los war, und habe in Todesangst nach der Nachtschwester geklingelt. Unsägliche Zeit verging, in der ich mich nicht zu rühren wagte, bis sie kam. Wenn sie irgendwo in einem Zimmer beschäftigt ist, kann sie ja nicht sofort kommen.

Der Patient wurde noch in der Nacht in ein anderes Zimmer verlegt, das Bodenmatten mit Kontakten hatte. Sobald er aufstand, gab es Alarm. Ich habe mich gefragt, für was ich eigentlich eine teure Spitalzusatzversicherung habe.

Erich Hochstrasser, Emmenbrücke

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