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Leserbrief

Tragischer Tod eines jungen Mannes in der Rekrutenschule

«Immer wieder passieren schwere Unfälle mit Militärfahrzeugen», Ausgabe vom 17. Juli

Der 3. August 2015 hat sich in meinem Herz und Kopf eingebrannt. An diesem Tag ist mein Sohn in der Rekrutenschule mit dem Motorrad tödlich verunfallt! Er war vor der RS noch nie mit einem Motorrad, Roller oder Mofa gefahren. In der RS durfte er sofort ein 650-Kubikzentimter-Motorrad fahren (Im Zivilen müssen junge Motorradlenker zuerst zwei Jahre ein 125-Kubikzentimeter-Motorrad fahren, erst danach dürfen sie die Prüfung für ein grösseres Motorrad machen). Vom ersten Tag auf dem Motorrad in der RS bis zu diesem unsäglichen 3. August vergingen gerade einmal dreieinhalb Wochen. Die längste Strecke, die die Rekruten während dieser Ausbildungszeit fuhren, waren 25 Kilometer und nach einer längeren Pause wieder 25 Kilometer zurück. Nach dieser aus meiner Sicht zu kurzen Ausbildungszeit und bei sehr heissen Tagestemperaturen schickte man die jungen Männer um 14.30 Uhr auf eine 115-Kilometer-Reise vom Monte Ceneri über den San Bernardinopass nach Cazis (GR). 15 Kilometer vor dem Ziel fuhr mein Sohn laut einem Augenzeugen in einer langgezogenen Linkskurve ohne Reaktion geradeaus über einen Pannenstreifen in ein Wiesenbord.

Dort überschlug sich das Motorrad, und er prallte mit dem behelmten Kopf auf eine Stange einer Kilometertafel – Genickbruch. Meiner Ansicht nach war er mit dieser Fahrt völlig überfordert und fiel dadurch in einen Sekundenschlaf, er fuhr ja ohne zu reagieren ins Bord. Bei einem Gespräch mit dem militärischen Untersuchungsrichter kam dieser zum Schluss: «Die Ausbildung im Militär ist besser als im Zivilen. Die Fahrt bei dieser Hitze über diese Distanz war durchaus zumutbar. Und zu guter Letzt hat das Militär den Auftrag, die jungen Männer an ihre Leistungsgrenze zu führen.»

Mark Fehr, Ermensee

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