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Trump charmant die Stirn bieten

«Neuer Schwung für WEF-Gegner», Ausgabe vom 11. Januar

Es ist erstaunlich, mit welcher Hysterie sich linke Kreise – bislang verbal – gegen einen Besuch des US-Präsidenten Trump am diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos wehren. Noch fast erstaunlicher ist es, wie die Medien einem Verein aus Zürich auf den Leim gekrochen sind und dessen Forderung, Trump solle doch der Schweiz fernbleiben, an prominentester Stelle publiziert wird.

Aber alles der Reihe nach. Die Schweiz ist ein demokratisches Land, welches mit dem WEF über eine einmalige Plattform zum Austausch von Ideen verfügt. Dass der Präsident des mächtigsten Landes der Welt daran teilnehmen will, sollte als gutes Zeichen gewertet werden. Man kann von Trump halten, was man will. Er wird sicher nicht als politisches Vorbild in die Annalen eingehen. Aufgrund seiner allseits bekannten Biografie und seines Werdegangs muss man davon ausgehen, dass er einen tiefgründigen Minderwertigkeitskomplex hat, welchen er seit seiner Jugend mit einem gesteigerten Narzissmus und einer sehr direkten Art erfolgreich überkompensiert. Viele Leute erstarren vor seiner Art wie das Kaninchen vor der Schlange. Aus meiner Sicht völlig zu Unrecht: Einem solch rabauzigen Menschen kann man an und für sich mit einer ebensolchen Direktheit seine Meinung sagen und ihm die Tatsachen des Lebens vor Augen halten. Das ist in seinem Fall aber die falsche Strategie. Ich hoffe, die offizielle Schweiz bringt es im Rahmen des Besuchs fertig, diesen Mann mit einem geschickten Charme zu einem Freund der Schweiz zu machen. Ob man es gut findet oder nicht: Er ist der Präsident der USA. Es zeugt von schlechtem politischen Stil, Ignoranz und Torheit, wenn man sich seinen Gegnern und dem Dialog verschliesst.

Überdies: Den WEF-Gegnern sollte es mehr als recht sein, wenn Trump dem jährlichen Stelldichein im Schnee von Davos einen Besuch abstattet, denn ich bin überzeugt, dass er es als kritischer Geist nicht unterlassen wird, die eine oder andere Duftmarke zu hinterlassen, welche den Geist der WEF-Gegner atmet.

Arno Grüter, Cham

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