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Leserdebatte

Über Biker in den Bergen

«Mehr Bike-Strecken, ‹aber kein Schilderwald›», Ausgabe vom 4. August

Ich (m/70) bin Wanderer, Jogger und Biker, und das schon seit vielen Jahren. Ich frage mich, wo bleibt die gegenseitige Toleranz? Die Wanderwege, sie sind für alle da, und da sollten wir uns auch gegenseitig tolerieren, ohne Geldauslagen von 500000 Franken. Wenn auf einer Kantonsstrasse der 40-Tönner, der Lieferwagen, Autos, Töffs, Velofahrer, Traktoren mit Anhängern, Pferdefuhrwerke, ja, sogar Fussgänger Platz haben, muss es möglich sein, dass die Wanderer und Biker aneinander vorbeikommen. Ich appelliere auch an die Wanderer: Sie sollten mit Kind und Hund auf der gleichen Seite gehen, nicht der Vater rechts, die Mutter links, und im letzten Moment springt das Kind auf die andere Seite. Die Biker ihrerseits sollen die Glocke verwenden, so dass der Wanderer nicht erschrickt, und vor allem langsam vorbeifahren.

Willi Portmann, Schüpfheim


Es bahnt sich eine unhaltbare Vereinnahmung der Berge und Wanderwege durch Mountainbiker und andere Freizeitfahrzeuge an. Wie der Artikel aufzeigt soll in den Zentralschweizer Bergen quasi ein flächendeckendes Bike-Paradies eingerichtet werden. Im Vordergrund steht wie oft der wirtschaftliche Profit. Was noch vor kurzer Zeit den wenigen echten Stramplern vorenthalten war, soll jetzt auf Grund von E-Bikes für jedermann ohne Wenn und Aber möglich werden. Seien wir uns im Klaren: E-Bikes sind Fahrzeuge, und wenn diese technische Entwicklung anhält, werden die Berge über kurz oder lang von der Höhe des Gornergrates bis in die Tiefen der Entlebucher Wälder von Freizeitfahrzeugen überrollt. Tourismusorganisationen erweitern ihre Tätigkeits- und Einnahmegebiete schamlos, und die Hersteller von immer leistungsfähigeren E-Bikes haben ihre helle Freude daran. Mein Vorschlag: Bergtaugliche Fahrräder in den Bergen ja, aber ausschliesslich durch Muskelkraft angetrieben, und E-Bikes gestattet bis zu einer Höhe von 1000 Metern über Meer.

Es erstaunt es mich schon, dass Organisationen wie Wanderwege Schweiz und deren Regionalorganisationen, Pro Natura oder auch der Schweizerische Alpenklub die Berge und Alpen praktisch widerstandslos als Tummelfeld für masslose Ausbeutung preisgeben.

Max Buholzer, Meggen

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