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Leserdebatte

Fäkaliabfälle im See:
Überspitzte Diskussion

«Dreckige Seen – Kanton Luzern ist ratlos», Ausgabe vom 18. Juli

Der Artikel suggeriert, dass es um die «Gesundheit» der Luzerner Seen dramatisch steht. Das Publikum soll schockiert werden und drastische Massnahmen fordern. Dies ist auch das Ziel der Umweltverbände und Umweltschutzämter, welche mittlerweile laut einen Abbau der Tierhaltung fordern.

Diese Darstellung der «kranken» Mittellandseen ist völlig überspitzt. Es ist unbestritten, dass die Zuströme an Phosphor in gewissen Flüssen noch zu hoch sind. Dazu soll ja eine bereits laufende Studie neue Erkenntnisse liefern. Typisch ist, dass schon vor Bekanntwerden der Studienresultate voreilige Schlüsse öffentlich wirksam verbreitet werden. Dies zeigt, wie ideologisch geprägt gewisse Behördenvertreter sind. Tatsache ist, dass die enormen Anstrengungen der Bauern und Abwasserreinigungsanlagen in den letzten 30 Jahren dazu geführt haben, dass in sämtlichen Luzerner Seen die Zielwerte für Phosphor von unter 30 Milligramm pro Kubikmeter erreicht worden sind. Die Belüftung ist noch nötig, um die abgestorbenen Algen am Boden, deren Abbauprozess dem Wasser Sauerstoff entzieht, weiter zu unterstützen. Längst schon ist eine kontroverse Debatte zwischen Umweltschützern und Berufs- und Hobbyfischern im Gange. Dies, weil in sehr «sauberen» Seen, wie dem Boden- oder Vierwaldstättersee, die Fischbestände kontinuierlich schrumpfen und ein Zusammenhang zwischen Phosphorgehalt und dem Fischbestand im See nicht mehr von der Hand zu weisen ist. Fakt ist, unsere Gewässer sind so sauber wie noch nie seit Beginn der Industrialisierung. Besser werden ist immer erlaubt, aber bitte ohne die lokale Lebensmittelproduktion der hiesigen Landwirtschaft zu verhindern. Denn genauso wie die Bevölkerung saubere Gewässer fordert, will sie auch lokale und gesunde Lebensmittel.

Meinrad Pfister, Landwirt und Hobbyangler, Willisau


Ich kann das Gejammer wegen angeblich dreckiger Seen nicht verstehen. Ein Kapitän auf einem Vierwaldtstätterseeschiff erzählte mir, dass der See viel zu sauber sei im Vergleich zu früher. Der See habe zu wenige Fische, weil diese keine Nahrung mehr finden. Dies hat auch eine Auswirkung für die Fischer. Sie kommen mit viel weniger Fischen nach Hause.

Cyrill Hotz, Luzern

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