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Um zu wissen, mit wem man sich einlässt, muss man seine Sprüche kennen

«Der Ton gegenüber Brüssel wird rauer», Ausgabe vom 20. Dezember

Für einmal hat es mir die Aussage einer SP-Frau angetan, die ihren Jahresendkommentar betitelte: «Wachstumsturbo oder freiwillige Bescheidenheit?». Ich muss ihr Recht geben. Sind denn endloses Wirtschaftswachstum, Profitgier und Zentralisierung bis zur Wohlstandsverblödung unsere einzigen Lebensziele? Sind es nicht gerade ideelle Werte wie Freiheit, Demokratie, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und freiwillige Hilfsbereitschaft, die unser Leben lebenswert machen? Ich befürchte, dass ein grosser Teil unseres Volkes immer noch nicht begriffen hat, dass wir drauf und dran sind, die mit Leib und Leben unserer Ahnen erkämpfte Freiheit für immer zu verspielen. Es gibt in der Schweiz ein umfassendes Netz von fremd dominiertem Grosskapital, vertreten durch Economiesuisse, Swissmem, Grossbanken und Versicherungen, Interpharma u. a., wirkungsvoll unterstützt durch NZZ und führende FDP-Leute, deren Drang in die EU beinahe unausstehlich ist. Sie besitzen eine schlagkräftige Finanzlobby, die ihre Mittel skrupellos einsetzt. Macht die FDP-Präsidentin mal einen vernünftigen Vorschlag, wird sie sofort zurückgepfiffen und muss ihre Aussage revidieren. Selbstverständlich will man der EU nicht beitreten, man möchte lediglich eine «Fortsetzung und Erweiterung des bilateralen Weges», sprich den von der EU diktierten Rahmenvertrag. Es ist kein Geheimnis, dass die internationalistisch gesinnte «Wirtschaftsmafia» intensiv für eine Angleichung des Schweizerrechts an EU-Recht lobbyiert. Dies würde mit dem von der EU diktierten «Knechtschaftsvertrag» verwirklicht, zu Lasten unserer Demokratie und Souveränität. Auch wenn eine Volksabstimmung etwas anderes ergäbe, würde dies in Brüssel lediglich mit einem milden Lächeln als Folklore abgetan.

Was mir zusätzlich Sorge bereitet, ist, wie ahnungslos wir uns von den EU-Zwingherren in Brüssel über den Tisch ziehen lassen. Das treffendste Beispiel ist die neuliche Posse unserer Bundespräsidentin mit Juncker, die einer Meldung über einen Enkeltrickbetrug entnommen sein könnte. Gutgläubig hebt sie das Geld von der Bank ab und übergibt es dem Boten Juncker, ohne die geringste Gegenleistung und ohne zu wissen, was er damit vorhat. Naiver gehts wohl nimmer? Wir machen uns selbst zum Gespött ganz Europas.

Um zu wissen, mit wem man sich einlässt, müsste man unbedingt seine Sprüche kennen, auch wenn sie nach dem siebten Glas Champagner kreiert wurden: «Wenn es ernst wird, muss man lügen.» Betrunkene und Kinder sagen die Wahrheit.

Abschliessend die Wiederholung eines eindrücklichen Zitats Filippo Lombardis, CVP-Ständerat und Präsident der Aussenpolitischen Kommission des Ständerates, in der «Zuger Zeitung» vom 22. Dezember: «Wir waren bereit, im Zweiten Weltkrieg unsere Unabhängigkeit gegen unsere Nachbarn zu verteidigen. Die Frage ist, ob wir heute bereit wären, einen Preis zu bezahlen, um unsere Unabhängigkeit und unsere Würde zu behalten. Ich persönlich würde Ja sagen.» Danke, Filippo.

Robert Nieth, Walchwil

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