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Unberechtigter Vorwurf

«Unverschämte Gehälter bei Hilfswerken», Ausgabe vom 28. Februar
Robert Gottschalk, Hagendorn

Es ist unbestritten, dass es Leute in der Schweiz gibt, die unter dem Existenzminimum leben und berechtigte Hilfe brauchen. Einige der genannten Hilfswerke engagieren zum Wohl dieser Menschen – andere setzen sich für Menschenrechte, Tierschutz, Umwelt und andere Bereiche ein. Alle Organisationen in ein schiefes Licht zu rücken und pauschal zu beschuldigen, «die soziale Verantwortung mit Füssen zu treten» ist absurd.

Ebenso die subjektive Einschätzung, «dass alle Löhne über 150 000 pure Abzockerei sind». Wieso nicht 180 000, 84 000 oder 60 000 Franken? Erst wenn die jährlichen Erträge, Ausschüttungen, administrativen Ausgaben, Personalkosten, usw. bekannt sind – und sachlich analysiert wurden –, kann man beurteilen, ob ein Gehalt den Umständen angemessen, verhältnismässig, orts- und marktüblich ist.

Die zitierten Löhne der Geschäftsführer reichen von 59 000 bis 275 000 Franken – durchschnittlich knapp 176 700 Franken. Gemäss meinen Recherchen weisen die jeweiligen Organisationen Erträge zwischen 13,4 und 514 Millionen Franken aus – durchschnittlich knapp 108,7 Millionen Franken. Stellt man den durchschnittlichen Lohn im Verhältnis zum durchschnittlichen Ertrag, ergibt dies einen Anteil 0,16 Prozent.

Seriöse Hilfswerke sind bestrebt, so effizient und wirkungsvoll wie möglich zu arbeiten. Deren Mitarbeiter sind oftmals Idealisten und werden von einer grossen sozialen Verantwortung motiviert und getrieben. Sie wollen nachhaltig helfen. Um Hilfe zu leisten, sind gemeinnützige Organisationen, ob gross oder klein, auf Spenden angewiesen! Diese Zuwendungen sind die wichtigste (und oftmals die einzige) Einnahmequelle, werden sehr geschätzt und nie als selbstverständlich angesehen. Ohne das Engagement der vielen Hilfswerke und ihren Mitgliedern, Spendern und Gönnern ginge es vielen Menschen, Tieren und der Umwelt schlechter!

Robert Gottschalk, Hagendorn

Der Vorwurf der «Nicht-Transparenz bei Hilfswerken» ist unberechtigt. Seit Jahren veröffentlichen die Zewo-zertifizierten Hilfswerke, zu denen auch Fastenopfer gehört, ihre Jahresrechnung mit detaillierten Angaben. Darin sind die Zahlungen an das oberste Organ (Vorstand oder Stiftungsrat) wie auch die Zahlungen für die gesamte Geschäftsleitung separat ausgewiesen. Zudem verfügen die meisten Hilfswerke über transparente Lohnsysteme, und am Beispiel Fastenopfer liegt die Lohnschere zwischen dem tiefsten und dem höchsten ausbezahlten Lohn beim Faktor 2,1. Der Lohn des Geschäftsleiters lag 2017 bei 150 539 Franken (Jahreslohn brutto).

Matthias Dörnenburg, Fastenopfer, Luzern

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