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«Ungeschickt», «peinlich», «unprofessionell»

«Lohnfrage führt zu Eklat», Ausgabe vom 24. Februar
Christoph Meyer, Kriens

Das Verhalten des Krienser Gemeinderates ist ungeschickt und peinlich. Er lässt einen Konflikt um die eigenen Löhne eskalieren und wirft in aller Öffentlichkeit dem Gemeindepräsidenten einen Bruch des Kollegialitätsprinzips vor, weil dieser Sonderentschädigungen für bisherige Gemeinderäte nicht vertreten wollte. Der Gemeinderat publiziert dazu das Abstimmungsergebnis im Gemeinderat und verletzt damit die eigene Geschäftsordnung, die es verbietet, Abstimmungsresultate zu protokollieren und zu veröffentlichen. Wer mit Vorwürfen wie «Illoyalität» und «Verletzung des Kollegialitätsprinzips» um sich wirft, sollte sich zuerst an die eigenen Regeln halten. Der Gemeinderat beschäftigt sich mit dieser Posse zum wiederholten Mal mit seinen eigenen Löhnen und Mandatsabgaben. Dabei beklagen Gemeinderäte, dass sie Stellenprozente abgeben mussten, obwohl der Vorschlag dazu von niemandem anderen als von diesem Gemeinderat kam. Uns Krienserinnen und Krienser interessieren aber nicht frühere Versprechen und Geheimabsprachen, wir wollen einen Gemeinderat, der sich nicht um sich selber dreht, sondern die Probleme unserer Gemeinde löst. Und von denen gibt es in unserer Gemeinde genug.

Christoph Meyer, Kriens

Wahre Politiker zeichnen sich durch ihre Leistungen aus und nicht durch die Lautstärke und Dauer ihres Gejammers über zu kleine Entschädigungen (168000 Franken Lohn bei einem 80-Prozent-Pensum). Bei klammer Gemeindekasse ist es Pflicht jedes Gemeinderates, die Steuergelder verantwortungsvoll einzusetzen. Und wenn sich unser Gemeindepräsident im Sinne des Einwohnerrates gegen die Plünderung der Kasse durch seine Amtskollegen wehrt, ist das nicht eine Verletzung des Kollegialprinzips, sondern ein äusserst mutiges Einstehen für uns Bürger. Der Verdacht liegt nahe, dass die öffentliche Kollektivattacke der drei Gemeinderäte und der Gemeinderätin darauf abzielt, den grünen Gemeindepräsidenten zu diskreditieren und so aus dem Amt zu bugsieren. Ein solch verwerfliches Päckli wäre mit den zwei ehemaligen Gemeinderäten Helen Meyer (SP) und Paul Winiker (SVP) sicher nie zu Stande gekommen. Doch Cyrill Wigets Rückhalt und Ansehen ist in der Krienser Bevölkerung und über alle Parteigrenzen hinaus gross – gerade wegen seiner Aufrichtigkeit, Kompetenz und klaren Kommunikation.

Ueli Schällebaum, Kriens

Eine Kollegialbehörde ist nur so gut wie die in ihr Einsitz nehmenden Menschen. Was der Gemeinderat mit der Mitteilung an den Einwohnerrat und der damit verbundenen Anschwärzung eines Ratskollegen bezwecken will, ist schleierhaft. Wenn er eigene zwischenmenschliche Defizite und die Absicht, einen Ratskollegen zu diffamieren kundtun wollte, ist ihm das jedoch gelungen.

Besonders unprofessionell ist die tendenziöse Gestaltung der Mitteilung. So wird ein Verstoss gegen die Geschäftsordnung des Gemeinderates behauptet und den persönlichen Beweggründen dazu jegliche Legitimität abgesprochen. Weil die Gründe nicht genannt werden, kann keine unabhängige Meinungsbildung erfolgen und der Leser wird durch die negative Färbung der Mitteilung erheblich beeinflusst. Mit seinem Verhalten zeigt der Gemeinderat öffentlich, dass er erhebliche Schwierigkeiten bei der konstruktiven Konfliktbewältigung hat. Eine Fähigkeit, welche zur Führung einer Gemeinde unerlässlich wäre.

Manuel Hunziker, GLP Kriens

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