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Unia fährt den Karren an die Wand

«Ansichten: Eine soziale Wende ist nötig», Ausgabe vom 16. Februar

In der Kolumne «Ansichten» liefert Vania Alleva von der Unia ein abstruses Potpourri an sozialistischem Gedankengut. Der Markt wird für alles Böse verantwortlich gemacht und die erzwungene Umverteilung in den Himmel gelobt. Die Autorin verkennt die wirtschaftlichen Gegebenheiten sowie die Realität sträflich. In unserem Land verkörpern Unternehmer nicht einen anonymen Geldadel, sondern Risikonehmer, die normalerweise viel Geld und Zeit investieren, um die Ideen, an die sie glauben, zu verwirklichen. Viele, die dieses Risiko eingehen, scheitern, zuweilen mit substanziellen Auswirkungen; erst recht sollten wir dankbar sein für alle, die es trotzdem versuchen, und uns freuen für diejenigen, die nicht gescheitert sind.

Die Gewerkschaft beklagt, dass das liberale System und die damit verbundene Aufgabenteilung uns schadet, und ignoriert damit klar, dass erst durch die Industrialisierung unser heutiges Wohlstandsniveau erreicht werden konnte. Ohne Globalisierung und Industrialisierung müssten wir uns heute wohl nicht fragen, ob ein Smartphone oder ein Notebook zum Existenzminimum gehören soll oder nicht, weil kein Selbstversorger neben der Gemüseernte noch genügend Zeit gehabt hätte, um diese technologischen Entwicklungen voranzutreiben.

Ich bin zu hundert Prozent einverstanden mit Frau Allevas Aussage, dass es eine Sackgasse ist, sich hinter nationalen Grenzen zu verstecken und alles Fremde abzuwehren, aber der tollkühne Rundumschlag gegen den Kapitalismus zeugt von purer Ignoranz der Tatsachen. Die Finanzkrise wurde namentlich durch staatliche Regulierungen und den Zwang zur Kreditvergabe an Subprime-Schuldner ausgelöst. Wir brauchen weniger Regulierungen in sämtlichen Branchen, weniger verordnete Umverteilung und dafür mehr echte Solidarität. Das System des Kapitalismus funktioniert nahezu einwandfrei, wenn man es nicht kaputtreguliert. Leider sind die Sozialisten Hand in Hand mit den Gewerkschaften und immer öfter auch dank Schützenhilfe einiger Bürgerlicher mit der Regulierungswut schon viel zu weit vorangeschritten.

Das Problem ist doch folgendes: Der Mittelstand blutet wegen immenser Zwangsabgaben aus, während diese für die Top-Verdiener weniger ins Gewicht fallen und Personen mit tiefem Einkommen bei deren Begleichung unterstützt werden. Dank des hervorragenden Schweizer Bildungssystems und der durchlässigen Wirtschaft gelingt es überdurchschnittlich vielen, aus der Schutzbedürftigkeit aufzusteigen. Dies passiert alsdann meist aus reiner Selbstachtung, da die finanziellen Anreize für diesen «Aufstieg» aus den erwähnten Gründen nicht sehr hoch sind.

Wir müssen dankbar sein für den Kapitalismus und unser duales Bildungssystem und sollten uns gemeinsam gegen die akute Überregulierung wehren. «Wehret den Anfängen» haben wir lange verpasst, nun gilt es sicherzustellen, dass der «Karren nicht an die Wand gefahren wird». Wie wir sehen, sitzen die Gewerkschaften im Karren und geben munter Gas.

Marcel Peter, FDP-Kantonsrat, Neuheim

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