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Unruhestifter in den Schulen: Wer schuld ist, und was die Behörden tun sollten

«Verhaltensauffällige Schüler sind eine Last», Ausgabe vom 24. November
Urs Albisser, Hohenrain

Das Problem besteht schon seit Jahrzehnten. Mit der integrierten Förderung kann man vielen, aber längst nicht allen verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern gerecht werden. Es gibt immer Schüler, die dermassen auffällig und renitent sind, dass sie für ihre Lehrpersonen und ihre Mitschüler zu einer riesigen Belastung werden, sodass dringend eine separate Sonderschulung angezeigt ist. Das Verfahren zum Eintritt in eine separate Sonderschule wurde in den letzten Jahren aber absichtlich so kompliziert gestaltet, um Kosten zu sparen. Das Hauptproblem sind oft die Eltern, die nur Forderungen stellen und kaum wirklich mit den Lehrpersonen und Schulbehörden zusammenarbeiten. Sie haben selber früher schlechte Erfahrungen mit der Schule und den Behörden gemacht und torpedieren teilweise unbewusst eine konstruktive Zusammenarbeit. Viel zu oft wird so der «Pro­blemschüler» leider zum Träger einer Symptomatik, die eigentlich die Eltern betrifft und die deshalb vor allem in der Elternberatung/Elterntherapie angegangen werden müsste.

Urs Albisser, Hohenrain

Als Reallehrer hatte ich es mit mehreren dieser Schüler zu tun. Sie waren sowohl für Lehrperson wie für die Klasse eine Zumutung. Die verantwortlichen Vorgesetzten zeigten wohl Verständnis, hielten sich aber mit Massnahmen vornehm zurück. Der Grund war offensichtlich: Man wollte für diese Schülerinnen und Schüler möglichst lange kein Geld ausgeben. Dies auf Kosten der Gesundheit der Lehrpersonen und des Lernerfolgs der Klasse. Abhilfe schaffte nur Druck engagierter Eltern auf die zuständige politische Behörde mit der Drohung, ihre Kinder in die Privatschule zu schicken oder zu Hause zu lassen, falls die Lernsituation in der Klasse sich nicht bessern sollte.

Die Integration aller möglichen Spezialfälle in Normalklassen ist in einer leistungsorientierten Schule nicht möglich ohne Abstriche bei den Kompetenzen. Was mag die Absicht der verantwortlichen Politiker sein? Offensichtlich glauben sie damit ein Mittel in der Hand zu haben, um die hohen Bildungskosten langfristig zu senken. Dazu ist jedes Mittel recht. Hohe Klassenbestände, nicht integrierbare Schüler und eine Flut von Neuerungen, womit man dauernd Unruhe streuen kann. Dass viele Eltern diese Rahmenbedingungen in den öffentlichen Schulen nicht mehr tolerieren, beweisen die steigenden Schülerzahlen an den Privatschulen. Und damit haben die Politiker ein Ziel erreicht: die schleichende Einführung der Zweiklassengesellschaft im Schulwesen.

Franz Fessler, Knonau

«Unruhestifter machen den Lehrern das Leben schwer», heisst es im Bericht. Bei rund 40 000 Schülern seien es weniger als 0,5 Prozent.

Keine Frage, das muss wohl so sein. Ich stelle nun aber aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit eben dieser Art von Schülern fest, dass es prozentual um einiges mehr verhaltensauffällige Personen an übergeordneten Stellen gibt (bei der Schulleitung, beim Rektorat, bei der Dienststelle Volksschulbildung, beim Erziehungsdepartement).

Walter Meier, Hergiswil

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