Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Unruhestifter: Was passiert, wenn die Behörden zögern

«Verhaltensauffällige Schüler sind eine Last», Ausgabe vom 24. November
Michèle Barmettler, Sekundarlehrerin, Luzern

Mich beunruhigen die kantonalen Sparmassnahmen unter dem Deckmantel der totalen Integration sehr. Es geht keinesfalls darum, betroffene Schüler abzuschieben. Aber so sind nicht nur die engagierten und professionellen Lehrpersonen die Leidtragenden, welche genau hinschauen und handeln wollen, sondern ganze Klassen und insbesondere die betroffenen Schüler selbst. In der Regelklasse, die aus Spargründen immer mehr Lernende aufweist, bleibt wenig Platz für ein grundsätzliches, erzieherisches Einzelcoaching. Diese Schüler bräuchten jedoch ein Setting mit möglichst allumfassender, enger Betreuung mit den entsprechenden Fachleuten. Doch das kostet: den Kanton Geld und die Schulleitung administrativen Aufwand und Zeit. Dass die Schulleitung schliesslich die Fäden und somit die Zukunft solcher Kinder in der Hand hat, aber ihre Verantwortung nicht wahrnimmt, ist fatal. Nicht gefällte Entscheidungen oder ein Hinauszögern der passenden Lösung kostet den Kanton schliesslich noch mehr Geld – nämlich dann, wenn diese verhaltensauffälligen Kinder den Übergang in die Berufswelt nicht schaffen. Sollte es aber nicht eben Ziel der Schule sein, selbstständige und gesellschaftsfähige Wesen zu bilden?

Michèle Barmettler, Sekundarlehrerin, Luzern

Ich bin absolut der gleichen Meinung wie Leserbriefschreiber Walter Meier. Ein ganz wichtiger Faktor wurde hier jedoch vergessen. Vor allem sind es die bis ins mittlere Alter pubertierenden Eltern, welche den Lehrpersonen das Leben zusätzlich noch stark erschweren. Hier wären mehr Zurückhaltung und dafür Unterstützung statt dauernde Angriffe auf das Lehrpersonal dringend nötig. Es kann nicht aufgehen, wenn aus Bequemlichkeit alle Erziehungsmassnahmen von den Eltern auf die Schule abgeschoben werden. Gleichzeitig wird beinahe jede schulseitige Erziehung von den gleichen Eltern angegriffen, hintergangen und wenn möglich die eigene Meinung durchgedrückt.

Bruno Hügin, Kerns

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.