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Unsinnige Verkehrsumlagerung in Cham

Zur geplanten Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH)
Peter Zürcher, Cham

Mit der geplanten Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH) soll in Cham ein autoarmes Zentrum entstehen. Dafür muss mit In-Kraft-Treten der UCH auf der Eichmatt- und Feldstrasse mit doppelt bis dreifach so viel Verkehrsaufkommen gerechnet werden.

Also werden der Autoverkehr und die Lärmimmissionen vom sogenannten Zentrum mit wenig Einwohnern in ein (noch) lebenswertes, neues Wohngebiet mit bis zu dreimal mehr Einwohnern und einem grossen Schulhaus umgelagert.

Im Gebiet Eichmatt wurde kürzlich eine grosse Wohnüberbauung mit über 100 Wohnungen mit einer Tiefgarage für ca. 150 Fahrzeuge fertiggestellt. Bereits stehen wieder neue Profile für eine weitere Wohnüberbauung mit Tiefgarage. Alle Autos müssen also über die schmale Feld-/Eichmattstrasse aus-/einfahren. Wem ist bewusst, dass die Eichmattstrasse künftig zusätzlich als Zufahrtsstrasse für die UCH bestimmt ist?

Es scheint, dass die Bauzonen/Baubewilligungen nicht genügend auf das vorhandene oder geplante Verkehrskonzept in diesem Gebiet abgestimmt sind! Fehlt da die Koordination zwischen Hoch- und Tiefbauamt? Im Jahre 2004 wurde für dieses Gebiet ein Baulinienplan genehmigt. Wem war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass die zu schmale Eichmattstrasse zum UCH-Zubringer wird? Wurde jemals an die Sicherheit der Fussgänger, insbesondere der sehr vielen Schüler auf der Feldstrasse, gedacht? Ich vermute eher nicht. Der Baulinienabstand auf 80 Prozent der Westseite der Feldstrasse beträgt rund 12 Meter, auf den restlichen 20 Prozent, bei der Einmündung zur Eichmattstrasse, also unmittelbar beim Schulhaus, beträgt dieser nur noch 4 Meter!

Just an dieser schmalen Stelle soll die Tiefgaragenausfahrt des geplanten Neubaus über den Gehwegstreifen auf die Feldstrasse führen. Auf dieser Strasse müssen die Autos auf den Gehwegstreifen ausweichen, damit entgegenkommende Fahrzeuge passieren können. Und vermehrt parkieren Zulieferer auf dem Gehwegstreifen. Also dort, wo täglich sehr viele Kleinkinder zum Kindergarten oder in die Schule gehen.

Wer hat an einem solchen unlogischen, unsicheren Baulinienplan mitgewirkt? Wieso soll bei einem Baugesuch nicht zuerst auf Verkehrssicherheit und Abstand zu vorhandenen Strassen statt nur auf Ausnutzungsziffern geachtet werden? Ein späterer Einbau von Trottoirs oder Verbreiterung einer Strasse wird so verunmöglicht.

Es geht offensichtlich nur um Profitmaximierung, um mehr Häuser auf dem Grund-stück zu bauen und somit noch mehr Grün- und Kulturfläche zu vernichten. Um für mehr Sicherheit ein Trottoir zu bauen, reicht dann der Baulinienabstand nicht mehr. Wo bleibt da das Verantwortungsgefühl?

Von den Verantwortlichen der Gemeinde Cham erwarte ich, dass vor Erteilung einer Baubewilligung an der Ecke Feld-/Eichmattstrasse zuerst ein Verkehrskonzept ausgearbeitet wird, welches vor allem den Fussgängern (Schülern) und Radfahrern mehr Sicherheit bietet. Wer übernimmt für allfällige Unfälle die Verantwortung?

Peter Zürcher, Cham

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