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Unverständliche Vorgänge im Kanton Luzern

«Kanton überdenkt ‹Handsgi›», Ausgabe vom 10. Februar
Silvio Bonzanigo, Luzern

Nachdem der Luzerner Regierungsrat im November 2017 Textiles Gestalten aus dem Lehrplan des Gymnasiums kippte, zeigt sich, dass die sogenannte kostenneutrale Umsetzung im Sinne des Lehrplans 21 auch auf der Primarschulstufe am Scheitern ist. Was in Luzern nicht gelingt, schaffen hingegen Zürich und Nidwalden: Der Handarbeitsunterricht wird nicht in Frage gestellt und auch unter dem Lehrplan 21 als textiles und technisches Gestalten beibehalten. Noch unverständlicher werden diese Vorgänge angesichts der ansässigen und vom Kanton finanziell stark getragenen Hochschule Luzern Design & Kunst, die Ausbildungen im Textildesign anbietet, die einen herausragenden Ruf geniessen. Regelmässig werden hier marktfähige Kreationen entwickelt, sei es im Bereich von Sitzbezügen für Airlines, 3-D-Stoffen für die Haute Couture oder der Erforschung von selbsttragenden textilen Fassaden für Gebäudehüllen. Wer während seiner obligatorischen Schulzeit im Textilbereich schon erste Erfahrungen macht, ist für solche Studien und Berufe bestimmt nicht im Nachteil. Noch näher zum Regierungs­gebäude liegt die Hochschule Luzern Wirtschaft – ebenfalls vom Kanton finanziell mitgetragen – wo Christoph Hauser unter anderem zur Ökonomie im digitalen Zeitalter lehrt. Nach ihm ist Nicht-Routine­tätigkeiten, bei denen Entwickeln, Kreieren und marktnahes Umsetzen die Kernkompetenzen bilden, eine erfolgreiche Zukunft gewiss.

Genau dieses Profil zeichnet die Absolventen von Textildesign aus. Vielleicht sollten sich Exekutive und Verwaltung des Kantons Luzern gelegentlich mit den Praxisleistungen und den Forschungsergebnissen der von ihm finanzierten Bildungsanstalten vertraut machen, um für die digitale Zukunft entscheidmässig etwas besser gerüstet zu sein.

Silvio Bonzanigo, Luzern

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